Diese Bands spielen am Seaside Festival 2018

Spiez

Die Katze ist aus dem Sack: Am zweiten Seaside Festival von Ende August sind in der Bucht Supertramp-Legende Roger Hodgson und Amy Macdonald die Headliner. Festivalmacher Philippe Cornu erwartet 20'000 Besucher.

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Jürg Spielmann

«Wir haben unzählige positive Rückmeldungen von Festivalbesuchern erhalten. Das erste Seaside Festival war ein voller Erfolg. Für die zweite Ausgabe vom 24. und 25. August halten wir natürlich an unserem Konzept fest.»

So lautet das Versprechen der Festivalmacher Philippe Cornu und Sacha Altermatt. Will heissen: Am Freitag Pop und Rock, familientauglicher Mainstream, und am Samstag Classic Rock – für ein etwas älteres, gesittetes und kaufkräftiges Publikum.

Die Schottin...

Als Headlinerin spielt am Freitagabend mit Amy Macdonald eine Künstlerin, die mit ihren Rockalben regelmässig zuoberst in der Schweizer Hitparade anzutreffen ist. Doch: Lediglich 139 Tage vor dem Auftritt in der Spiezer Bucht wird die zierliche Schottin bereits am 7. April am Snowpenair auf der Kleinen Scheidegg auftreten.

«Da mache ich mir keine Sorgen», meint Philippe Cornu. «Von der Ausrichtung her sind die Events verschieden. In Spiez gibt es Sommerfeeling, nicht Schnee. Auch sind wir der Meinung, teilweise ein anderes Publikum anzusprechen.» Der Veranstalter gesteht indes ein, dass sie «einige Wunsch-Acts» gehabt hätten, diese aber nicht verfügbar gewesen seien.

Dafür gibt es zünftig Frauenpower mit US-Sängerin Anastacia («Outta Love») und Soul-Pop-Energiebündel Stefanie Heinzmann aus der «Üsserschwiiz». Der Zürcher Mainstream-Rapper Bligg, laut dem Festival einer der erfolgreichsten Schweizer Musiker der letzten Jahre, präsentiert in Spiez nach einer längeren Pause seine neuen Songs. Die Aargauer Soulstimme Seven und der Luzerner Mundartpopper Kunz vervollständigen den Starttag. Musik aus Bernerlanden? Fehlanzeige.

...und die Legende

Nicht so am Samstag, welchen der Thuner Blues- und Soul-Musiker Philipp Fankhauser mit seinem neuen Album «I’ll Be Around» und einer elfköpfigen Band eröffnen wird. Für ihn ist es eine Rückkehr; Fankhauser trat bereits 2015 am Seenachtsfest in der Buchtarena auf.

In alten Zeiten schwelgen lässt sich zu namhaften Grössen: Als Headliner steht der ehemalige Supertramp-Songwriter und -Frontmann Roger Hodgson auf der Bühne. Aus seiner Feder stammen Rock-Klassiker wie «Give A Little Bit» oder «Breakfast in America».

Seit über drei Dekaden touren die Gipsy Kings mit ihrem Flamenco-Pop («Bamboleo», «Baila Me») um den Globus. «Sie spielen keinen Classic Rock, dafür sollen sie die Brücke vom Freitag zum Samstag schlagen.» Philippe Cornu begründet seine Aussage damit, dass er davon ausgeht, dass vermehrt beide Tage besucht werden.

Apropos Besuch: An die Premiere waren 19'000 Musikfans gekommen. Nun hoffen die Festivalmacher auf ein doppelt ausverkauftes Gelände. «Wir rechnen mit 10'000 Besuchern pro Tag.» Ein Anfang ist gemacht – und Cornu findets beachtlich: «Gut 1000 Tickets wurden bis dato, in Unkenntnis des Programms, bereits verkauft.»

Den Samstag komplettieren die Briten Uriah Heep (mit ihrem Welthit «Lady In Black»), Dire Straits Experience mit zwei früheren Bandmitglieder der Dire Straits (Chris White und Chris Whitten) sowie eine altbewährte Truppe aus der Schweizer Sonnenstube: Gotthard. Im Oberland werden die Ticinesi ihr Können unplugged unter Beweis stellen.

Verbesserungen geplant

Das jüngste Open-Air im Land versteht sich indes nicht als reine Musikveranstaltung. Das Seaside Festival will wieder als «kleines, feines Foodfestival mit liebevoller Dekoration, verschiedensten Bars und lokalen Spezialitäten» auftrumpfen.

Was hat beim ersten Mal nicht geklappt? Gibt es Anpassungen? «Im Bereich Food & Beverage werden wir einiges optimieren, um den Leuten besser gerecht zu werden und Wartezeiten zu minimieren.» Cornu spricht zudem von «der einen oder anderen Änderung», die vorgesehen, aber noch nicht spruchreif sei. «Schon bei der Premiere war wahnsinnig viel super.»

Der Vater des Berner Gurtenfestivals meint gar, die «extrem fröhliche und friedliche Stimmung» sei etwas vom Schönsten gewesen, was er je an einem Festival erlebt habe.

Berner Oberländer

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