Der Triathlon mit vier Disziplinen

Am Samstagmorgen um 6.30 Uhr fällt in Thun der Startschuss zum 21. Inferno-Triathlon hinauf aufs Schilthorn.

Die Bündnerin Nina Brenn strebt ihren achten Inferno-Sieg an.

Die Bündnerin Nina Brenn strebt ihren achten Inferno-Sieg an. Bild: Remy Steinegger

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Der Inferno-Triathlon gilt als einer der härtesten Triathlons, aber auch als einer der schönsten. 238 Männer und 39 Frauen stellen sich dieses Jahr der infernalischen Herausforderung und werden alle vier Teilstrecken bewältigen. 102 Viererteams starten zur Teamtrophy mit Ziel Mürren (jedes Teammitglied bestreitet eine Teilstrecke) und 70 Paare in der Kategorie Couples (je zwei Teilstrecken). Wenn OK-Präsident Heinz Zurbrügg den Startschuss abfeuern wird, werden also 449 Schwimmerinnen und Schwimmer zur Thunersee-Überquerung ins Wasser springen. Um etwa 15.15 Uhr wird der Sieger auf dem Piz Gloria sein, eine Stunde später die schnellste Frau.

Spannende Zweikämpfe erwartet

Bei den Männern wird ein Zweikampf zwischen Samuel Hürzeler und Roman Krebs erwartet. Die beiden Athleten vom Freemountain-Racing-Team feierten im vergangenen Jahr einen Doppelsieg. Hürzeler lag von Beginn an an der Spitze und siegte schliesslich mit einer Viertelstunde Vorsprung. In dieses Duell könnte sich der Deutsche Michael Göhner einmischen. Er stieg bereits 2016 als Dritter aufs Podest. Im vergangenen Jahr musste er auf der Rennvelostrecke aufgeben. Gespannt werden die Insider den Auftritt des Heimbergers Raphael Schertenleib verfolgen. Der 28-Jährige überzeugte bisher auf den kürzeren Triathlon-Strecken. Am Start wird übrigens auch sein 55-jähriger Vater Beat sein. Einer hat bisher als Einziger alle bisherigen 20 Inferno-Tri erfolgreich gefinisht: Der 45-jährige Emmentaler Beat Baumgartner. Er ist auch heuer wieder dabei.

Siebenmal stand Nina Brenn (Flims Waldhaus) bereits auf dem Inferno-Podest. Ob die 39-Jährige am Samstag den 8. Sieg feiern kann? Etwas dagegen dürfte die 9 Jahre jüngere Solothurnerin Petra Eggenschwiler haben. Die Zweitplatzierte des Vorjahres müsste allerdings ihre Schwimmzeit verbessern. 2017 büsste sie im Thunersee-Wasser 13 Minuten auf Brenn ein, am Ziel waren es dann nur noch 4 Minuten. Ein Wörtchen um den Sieg mitreden könnte auch die Genferin Maya Chollet, wenn sie denn den Berglauf Siders–Zinal vom letzten Wochenend verdaut haben wird.

Was wünscht sich OK-Präsident Heinz Zurbrügg? «Möglichst unfallfreie und spannende Rennen. Cool wäre es, wenn der Sieger und die Siegerin erst kurz vor dem Ziel feststehen würden.» (uf)

Erstellt: 15.08.2018, 22:55 Uhr

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