Der Harderstern soll weiter leuchten

Unterseen

Die Harderfründe beschlossen an ihrer Hauptversammlung, Geld zu beschaffen, um «ihren» Harderstern wieder zum Leuchten zu bringen.

Der Harderstern.

Der Harderstern.

(Bild: Ueli Flück)

Seit dem 1. Advent 2000 strahlt wintersüber jeweils ein Stern weithin sichtbar über dem Bödeli: der am Türmchen des Restaurants Harder Kulm montierte Harderstern.

Er gehört dem Verein Harderfründe Interlaken-Unterseen, der Mitte der 1990er-Jahre ins Leben gerufen wurde. Und eben dieser Harderfründe-Verein, dem auch Freundinnen angehören, hielt am Samstag auf dem Harder (1322 m ü.M.) seine 24. Hauptversammlung ab, an der auch der Harderstern ein Thema war.

Wie Präsident René Demuth berichtete, hat Anfang Jänner die wilde Burghilde den Stern stürmisch angegriffen und seine Beleuchtung unreparierbar beschädigt. Damit er im nächsten Winter wieder leuchten kann, beschlossen nun die Harderfründe, Geld zu beschaffen, um eine neue Beleuchtung anschaffen zu können.

Eine der Ideen: Chäsbrätel, der jeweils am Neujahrsmorgen viele Leute auf den Harder lockt, auch einmal im Sommer/Herbst rund 750 Höhenmeter tiefer, auf dem Bödeli, anzubieten. Dann aber nicht gratis. Die Harderfründe zählen auf die Solidarität der Bevölkerung.

Die Harderfründe unterhalten auf der Seite Interlaken, oberhalb des Bleiki, die Bergwege (auf Unterseener Boden tut dies der Werkhof der Gemeinde). Sie montieren und demontieren entlang des Themenwegs die Info-Tafeln, sie bedienen den historischen Scheinwerfer, der weit ins Land hinaus scheint. Erst kürzlich wurde in der Hardermatte ein Rast- und Aussichtplatz mit währschaften Bänken erstellt.

Die Finanzen stimmen

Die Finanzen sind im Lot, wie Kassier Martin Bütikofer erläuterte. Der Überschuss betrug Ende 2018 etwas mehr als 900, das Vermögen rund 10'000 Franken. Die Mitgliederbeiträge betragen weiterhin 20 Franken für Einzelmitglieder und 30 Franken für Ehepaare.

Präsident René Demuth wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Der bereits vor Jahresfrist zurückgetretene Beat Studer, der vor 22 Jahren zum Rechnungsrevisor gewählt worden war und zuletzt 15 Jahre als Kassier im Einsatz stand, wurde mit Dank, Applaus und Geschenk verabschiedet.

Im Anschluss an die Versammlung begeisterte der Beatenberger Tierfotograf Urs Grossniklaus mit seinen Bildern. Am 9. Mai 2020 wird die 25. Hauptversammlung der Harderfründe stattfinden. «Das werden wir gebührend feiern», versprach Präsident Demuth.

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