Betriebe noch näher mit der Schule zusammenbringen

Spiez

Beim Projekt «Kollegiumstag» schnupperten die Lehrkräfte in einem privaten Unternehmen. Es könnte eine Fortsetzung geben.

Voll in der Praxis: Christa Josi, Lehrerin vom Schulzentrum Längenstein, mit Fred Luginbühl, Geschäftsleiter der Luginbühl AG.

Voll in der Praxis: Christa Josi, Lehrerin vom Schulzentrum Längenstein, mit Fred Luginbühl, Geschäftsleiter der Luginbühl AG.

(Bild: PD)

Der Grundstein für die Berufslehre wird bereits in der Schule bei den Lehrern gelegt. Um diesen einen vertieften Einblick in den Alltag als Auszubildende zu ermöglichen, wurde das Projekt «Kollegiumstag» vom Gewerbeverband Spiez und dem Schulzentrum Längenstein ins Leben gerufen.

Alltag hautnah erleben

Beim Projekt gehen alle Lehrerinnen und Lehrer des Schulzentrums Längenstein in Spiez in ein privates Unternehmen, um einmal den Alltag hautnah zu erleben und einen direkten Austausch mit den Ausbildnern zu pflegen. «Wir erhalten lange nicht von allen Lehrern Referenzanfragen zu Schülern, welche eine Schnupperlehre absolviert haben.

Dies, obwohl sie ja jeweils nur eine Seite des Schülers kennen lernen können.» Das merkt etwa Thomas Krayenbühl, Schulleiter, bei seiner Schnupperlehre an. Genau an diesem Punkt soll dieser Tag Abhilfe schaffen und die Betriebe noch näher mit der Schule zusammenbringen.

«Lehrpersonen, welche meist einen akademischen Werdegang absolviert haben, kennen die Welt der Privatwirtschaft oft kaum oder gar nicht», antwortet Patrick Balmer, Ausbildungsverantwortlicher des Gewerbeverbands Spiez, auf die Frage, was der Grund für das Projekt sei.

Es ist das erste Mal, dass das Projekt in Spiez durchgeführt wird. Und doch stösst es bereits im Vorfeld sowohl bei den Lehrpersonen wie auch bei den Betrieben auf sehr grosses Interesse und geniesst Akzeptanz.

So ergab es sich, dass alle Lehrer des Schulzentrums Längenstein in Spiez einen Tag in einem Betrieb arbeiten durften – so als Geomatiker, Schreiner, Informatiker und vieles Weiteres. Am Abend tauschten sich alle Projektteilnehmer bei einem Apéro aus und liessen das Erlebte Revue passieren.

Fortsetzung möglich

Die Initianten sind sehr zufrieden mit der ersten Ausgabe des Projekts und blicken positiv auf die Zukunft der Zusammenarbeit zwischen den Lehrbetrieben und Schulen. Plant man einen weiteren solchen Tag?

Patrick Balmer meint, es sei zwar noch sehr früh. Er gehe aber stark davon aus, dieses Erlebnis für die Lehrpersonen sei keine einmalige Sache gewesen.

sp/pd

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