Ballenberg rückt in den Fokus der Forschung

Hofstetten

Die Hochschule Luzern und die Universität Basel lancieren im nächsten Jahr ein Projekt mit dem Freilichtmuseum Ballenberg in Hofstetten.

Auf dem Museumsgelände steht auch ein Bauernhaus (19. Jahrhundert) aus dem luzernischen Escholzmatt, welches den Blick in eine Wohnstube ermöglicht.

Auf dem Museumsgelände steht auch ein Bauernhaus (19. Jahrhundert) aus dem luzernischen Escholzmatt, welches den Blick in eine Wohnstube ermöglicht.

(Bild: PD/Freilichtmuseum Ballenberg)

Wie wohnten, bauten und lebten die Menschen – von der Vergangenheit bis in die Gegenwart – in der ländlichen Schweiz? Die Antwort auf diese Frage soll ein Forschungsprojekt des Schweizer Nationalfonds im Freilichtmuseum Ballenberg (FLMB) an den Tag bringen, wie die Kulturinstitution mit Sitz in Hofstetten am Donnerstag mitteilte.

Und was ist mit Bewohnern?

Im Freilichtmuseum Ballenberg sind 109 historische Gebäude und 250 Bauernhoftiere aus allen Teilen der Schweiz zu sehen. «Einzig die ursprünglichen Bewohnerinnen und Bewohner fehlen – diesen ist nun dieses Forschungsprojekt der Hochschule Luzern und der Universität Basel gewidmet», teilt das FLMB weiter mit.

Ab 2020 werden vier (Post-)Doktorandinnen oder (Post-)Doktoranden vier Jahre lang am Ballenberg arbeiten: Erforscht werden die wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Wechselwirkungen von Ballenberghäusern und Bewohnergenerationen, Architektur und Baubetrieb – Genealogie (Familienforschung) und Kulturwissenschaft. Der Untersuchungszeitraum reicht von der Gegenwart so weit in die Vergangenheit, wie die Quellen zurückreichen. Das Forschungsprojekt wird von einem Netzwerk von Expertinnen und Experten unterstützt und vom Schweizer Nationalfonds finanziert.

«Besonders wertvoll scheint mir die Zusammenarbeit zwischen Doktorierenden und Genealogen – Jung und Alt – sowie die Schnittstelle zu einer breiten Öffentlichkeit, welche mittels Citizen Science aufgefordert wird, ihr Wissen zu den Häusern auf dem Ballenberg zu teilen», sagt die wissenschaftliche Leiterin Beatrice Tobler. Citizen Science ist eine Form der Offenen Wissenschaft, bei der Projekte unter Mithilfe von Laien durchgeführt werden. Interessierte Nachwuchsforscherinnen und -forscher können sich noch bis Ende November an der Universität Basel bewerben.

pd/hau

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