Auf gehts nach Pyeongchang

Am Sonntag sind Corinne Schmidhauser und Peter Flück nach Südkorea abgereist. An den Olympischen Winterspielen leitet Schmidhauser bereits zum zweiten Mal das Internationale Sportschiedsgericht, während Flück regelmässig als Kolumnist für diese Zeitung in die Tasten greifen wird.

Packen für das Abenteuer Olympia: Corinne Schmidhauser steckt das Gesetzbuch des Internationalen Sportschiedsgerichts in den Rucksack, Zeitungskolumnist Peter Flück testet seinen Fotoapparat auf seine Funktion.

Packen für das Abenteuer Olympia: Corinne Schmidhauser steckt das Gesetzbuch des Internationalen Sportschiedsgerichts in den Rucksack, Zeitungskolumnist Peter Flück testet seinen Fotoapparat auf seine Funktion. Bild: Bruno Petroni

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Sie sind dann mal weg, die Corinne Schmidhauser und der Peter Flück. Die vierfache Slalomweltcupsiegerin aus den 80er-Jahren amtiert wie vor vier Jahren in Russland auch an den bevorstehenden Olympischen Spielen in Südkorea als Co-Präsidentin des elfköpfigen Internationalen Sportschiedsgerichtshofs (CAS), den sie auch mal Ad-hoc-Kammer zu nennen pflegt.

Und ihr Lebenspartner, FDP-Grossrat Peter Flück (60), begleitet sie ebenfalls wie in Sotschi zu den Wettkampfstätten und wird während der Spiele regelmässig in Kolumnen für diese Zeitung über seine Eindrücke und Erfahrungen vor Ort berichten.

«Einiges mehr zu tun»

Bereits letzte Woche, noch vor ihrer Abreise nach Südkorea, hatte sich Schmidhauser mit ihrer CAS-Funktion zu befassen, als es um die Entlastung von 28 russischen Sportlern von Dopingvorwürfen ging. «Ich denke, dass wir dieses Mal eh einiges mehr zu tun haben werden als noch in Sotschi, wo wir uns gerade mal mit drei Rekursen zu befassen hatten.»

Die Bedeutung des CAS habe markant zugenommen, und Athleten und Verbände seien heute in Bezug auf ihre rechtlichen Möglichkeiten viel besser informiert als früher. Auch gehe es um viel mehr Geld und Renommee. «Entsprechend wird bei Schiedsgerichtsurteilen viel genauer hingeschaut, und diese werden öfter hinterfragt. Gerade aus diesem Grund sind unsere Neutralität und Unabhängigkeit ein absolutes Muss.»

Oberländer Exploit?

Schmidhauser wird während ihres Korea-Aufenthalts rund um die Uhr auf Abruf erreichbar sein müssen und auch an einigen Sitzungen teilnehmen. Als ehemalige alpine Rennfahrerin hofft die gebürtige Bernerin aber, auch etwas Zeit für den Besuch der alpinen Wettkämpfe zu haben.

«Im Gegensatz zu Sotschi steht unser Hotel diesmal im Skigebiet und somit in unmittelbarer Nähe zu den Pisten der alpinen Skirennen. Und auch die Freestyle-Disziplinen möchten wir uns nicht entgehen lassen», sagt Corinne Schmidhauser.

Bei den Aussichten auf die Chancen der sechs für Pyeongchang selektionierten Berner Oberländer Sportlerinnen und Sportler traut die 53-jährige Rechtsanwältin der Lenker Super-G-Spezialistin Joana Hählen (26), aber auch den übrigen Athleten durchaus einen Exploit zu, «obwohl die internationale Spitze extrem breit ist».

Aus der Zeit ihrer Weltcupeinsätze in Japan weiss Schmidhauser, «dass der Schnee in Asien anders ist als bei uns, und im in Küstennähe gelegenen Pyeongchang ist es wegen der höheren Luftfeuchtigkeit nochmals anders. Es ist also durchaus möglich, dass ein hier schnell laufender Ski dort nicht viel wert ist. Entscheidend wird sein, wie die Teams das Material auf die dort herrschenden Verhältnisse abstimmen können.

Es wird also ganz sicher Überraschungen geben.» Und für Corinne Schmidhauser hoffentlich nicht allzu viel Arbeit. Oder anders ausgedrückt: faire Spiele. (Berner Oberländer)

Erstellt: 05.02.2018, 11:01 Uhr

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