Lauterbrunnen

Alpinisten vom Jungfraugipfel gerettet

LauterbrunnenUnfreiwillig mussten zwei Bergsteiger auf dem Jungfraugipfel übernachten. Sie blieben unverletzt und wurden am Montagmorgen ausgeflogen.

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Die Rettungsstation Lauterbrunnen erhielt gemäss einer Mitteilung vom Dienstag am Sonntagabend die Meldung, dass zwei Alpinisten auf dem Jungfraugipfel vom angekündigten Wetterumsturz überrascht worden und nun dort blockiert seien. Bei der Kontaktaufnahme mittels Mobiltelefon mit den Alpinisten konnte in Erfahrung gebracht werden, dass sie unverletzt seien. Wegen der doch erheblichen Schneefälle und Schneeverfrachtungen getraue man sich keinen Abstieg mehr zu. Zudem seien sie durchnässt und erwarteten nun Hilfe durch die Bergretter.

Bei der anschliessenden Lagebeurteilung durch die Einsatzleitung stand rasch fest, dass eine sofortige Evakuierung aus Gründen der Sicherheit für die Berg- und Flugretter ausgeschlossen werden musste. Die Alpinisten waren nicht verletzt und angeblich gut ausgerüstet. Wegen der Dunkelheit der Nacht sowie der dichten Wolken und Nebel, verbunden mit Schneefall und Windböen in der gesamten Jungfrauregion, war eine Evakuation terrestrisch und aus der Luft mit Helikopter nicht zu verantworten.

Am Montagmorgen sollte erst eine Rettungskolonne die Jungfrau besteigen, um zu den beiden Alpinisten vorzustossen. Kurz vor dem Abmarsch lichtete sich der Nebel um den Jungfraugipfel. Sofort startete ein Helikopter der Air-Glaciers mit zwei Rettungsspezialisten. Dem Rettungsteam gelang es, nach wenigen Minuten die blockierten Alpinisten auf dem Gipfel zu bergen und anschliessend auf den Heliport Lauterbrunnen zu transportieren.

Beide Alpinisten waren gemäss der Mitteilung unverletzt und hatten die kalte Nacht auf dem Jungfraugipfel «recht gut» überstanden. (fl)

Erstellt: 19.09.2017, 17:00 Uhr

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