1,75 Millionen für neues Betriebsgebäude

Spiez

Die Wasserversorgungsgenossenschaft Aeschi/Spiez bewilligte 1,75 Millionen Franken für ein neues Betriebsgebäude am Faulenbachweg: Das war der grösste Ausgabenbrocken.

Baukommissionspräsident Hans Burkhard: «Die Betriebsleitung am Faulenbachweg wird die Arbeit der Wasserversorgung erleichtern.»

Baukommissionspräsident Hans Burkhard: «Die Betriebsleitung am Faulenbachweg wird die Arbeit der Wasserversorgung erleichtern.»

(Bild: Guido Lauper)

«Wegen des trockenen Wetters und der hohen Temperaturen im Frühjahr und Sommer musste wesentlich mehr Wasser aus dem Kandergrien gepumpt respektive von der Wasserversorgung Wimmis und Reichenbach bezogen werden.» Das hielt Christian Fahrni, Präsident der Wasserversorgungsgenossenschaft (WVG) Aeschi/Spiez, im Jahresbericht 2017 fest. Von Wimmis waren es 227 000 m³ gewesen, vom Grundwasserpumpwerk im Kandergrien 183 000 m³.

Am Mehrbezug seien auch grössere Lecks im Leitungsnetz beteiligt gewesen. So werde die WVG künftig auf ein Pumpwerk oder einen Wasserverbund im Gwatt angewiesen sein. Dass die Suche nach einem neuen Standort für das Grundwasserpumpwerk durch die Wasserversorgung Region Thun nicht mehr auf einem zeitkritischen Weg sei, begründete Fahrni: «Die Verlängerung der Konzession für das Grundwasserpumpwerk im Kandergrien um sieben Jahre ist durch das Amt für Wasser und Abfall verfügt worden.» Trotzdem werde eine Lösung im Auengebiet des Kanderdeltas viel gegenseitiges Verständnis er­fordern.

Weniger Strom

Von 298 000 Kilowattstunden (kWh) auf 273 000 kWh zurückgegangen war laut Manuela Oesch die Stromproduktion der beiden Anlagen Lengmattli und Chalenbrunnen. Die Energielieferung an die BKW reduzierte sich von 276 000 kWh auf 271 000 kWh.

In Sachen elektrischen Stroms kamen auch Schäden durch Erdungen von Hausinstallationen über Wasserleitungen zur Sprache, was zu Lochfrass in Metallrohren führe. Beim Ersatz der Hausanschlüsse mit Kunststoffrohren sind Gebäudeerdungen auf Wasserleitungen nicht mehr möglich. Hier kommen auf Hauseigentümer Anpassungen mit Kostenfolge zu.

Umzug an den Faulenbach

Da die Räumlichkeiten der Betriebsleitung an der Bahnhofstrasse durch den Eigentümer beansprucht werden, suchte der Vorstand nach einem neuen Standort. Und einigte sich auf das Areal des bisherigen Magazins am Faulenbachweg. «Mit dem geplanten Neubau könnten wir nebst den Büros auch die gesamten Material- und Rohrlager an einem Standort unterbringen», erklärte WVG-Vizepräsident und Baukommissionsleiter Hans Burkhard.

Als Zusatznutzen führen dort bereits die Steuerkabel Aeschiried–Aeschi–Hondrichwald vorbei. Das Näherbaurecht und die Aufhebung von Parkplätzen seien abgeklärt. Der Vorteil aller Funktionen und Dienstleistungen an einem Ort überzeugte die Genossenschafter, die neben sechs Leitungskrediten auch dem Bruttokredit von 1,75 Millionen Franken für den Neubau oppositionslos zustimmten.

Durch den Jahresgewinn von 42 488 Franken und den Gewinnvortrag von 52 520 Franken standen in der Jahresrechnung der HV 2018 95 008 Franken zur Verfügung. Wie im Vorjahr wird das Anteilscheinkapital von 1,662 Millionen auch für 2017 mit 1,75 Prozent verzinst, also insgesamt 29 085 Franken. Der Vortrag auf die neue Rechnung beträgt 65 923 Franken.

Nebst internen Rochaden im Vorstand ersetzt Benjamin ­Menzi Hanspeter Brönnimann, der nach neunzehn Jahren altershalber zurücktritt.

Berner Zeitung

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