Zum Hauptinhalt springen

Oberdorf soll Charakter beibehalten

SteffisburgNebst einem Strauss von Wünschen sind beim Workshop zur Entwicklung des Oberdorfes viele Ideen und Vorschläge zur Aktivierung zusammengetragen worden. Alle waren sich einig, dass der Dorfteil seinen Charakter beibehalten soll.

Rund 60 Personen haben beim Workshop der Gemeinde «Koordination&Dialog Oberdorf», in der Aula Schönau, ihr Interesse an der Zukunft des Oberdorfs bewiesen. «Der Anlass soll dem Gedankenaustausch zur Zukunft des alten Dorfkerns dienen. In unverbindlicher Diskussion wollen wir Ideen austauschen, denn Bevölkerung und Politik wollen das Gleiche: ein attraktives Oberdorf», so wurden die Anwesenden vom Gemeindepräsidenten Jürg Marti (SVP) begrüsst. Parkplatz oder Ersatzbau In einem ersten Schritt wurden Planung und Stand der fünf Projekte Dorfplatz, Überbauung Scheidgasse, Hodel-Areal, Landhaus und Bären/Landi-Areal durch die anwesenden Fachpersonen vorgestellt. Departementsvorsteher Hochbau/Planung Lorenz Kopp erläuterte, dass der Gemeinderat angesichts der momentan stattfindenden Entwicklung im Oberdorf in einem ersten Schritt von der Bevölkerung in Erfahrung bringen möchte, welche Gestaltung und welche Nutzungen diese bevorzugen würde. In Kenntnis dieser Bedürfnisse wird der Gemeinderat einen konkreten Gestaltungsvorschlag erarbeiten und der Bevölkerung in einer weiteren Mitwirkung unterbreiten. Mit diesem Vorgehen hält sich der Gemeinderat momentan alle Optionen offen, kann die Bevölkerung einbeziehen und die Entwicklung in Koordination mit den anderen Projekten vorantreiben. Dorfkern mit Charakter In Gruppenarbeiten wurden Fragen zum Magneten Oberdorf heute und morgen, zu Wirtschaft, Wohnformen, Freizeit/Begegnung, Vereins- und Kulturaktivitäten sowie Infrastruktur des künftigen Oberdorfs bearbeitet. «Wir wollen herausfinden, welche Bedürfnisse die Bevölkerung hat und welche Entwicklung wir brauchen. Mit euren Ideen helft ihr das Oberdorf mitzugestalten», erläuterte Marti das Ziel. Beim Vorstellen der Arbeiten wurde schnell klar, dass man den Dorfkern mit Charakter erhalten möchte. Das breite Angebot von Dienstleistungen und Einkaufsmöglichkeiten soll erhalten und wenn möglich ausgebaut werden, und zwar in qualitativer Hinsicht, aber nicht mit Billigläden. Auch Angebote für junge Leute sollen dabei nicht vergessen werden. Für Gesprächsstoff sorgten der Durchgangsverkehr und die Parkplatzsituation. Eine Umfahrung des Oberdorfs mit einem Tunnel, wie sie vor 30 Jahren geplant gewesen und vom Architekten Peter Schenk vorgeschlagen worden sei, komme kaum infrage. «Es ist nicht sinnvoll, den Verkehr aus dem Dorf zu nehmen, um ihn in ein anderes Wohngebiet zu leiten. Zudem wird das Dorf ohne Verkehr ein totes Dorf», äusserte sich der ehemalige Gemeinderat Armin Gerber. Multifunktionale Nutzung Für die Gestaltung des Dorfplatzes sind viele Ideen zu multifunktionaler Nutzung wie etwa als Spielplatz, Marktzone, Gastronomie, Kulturplatz und vieles mehr eingegangen. Bemängelt wurde, dass es durch die Umnutzung auf dem Bären- und Landhaus-Areal keine Gaststätte mit einem grossen Saal für Vereinsanlässe, Grebten oder Ausstellungen mehr geben wird. Die Ideen aus dem Workshop sind protokolliert worden und erscheinen ab Anfang September auf der Homepage der Gemeinde. Vom 1. bis 30.September hat die Bevölkerung Gelegenheit, sich im Rahmen einer Mitwirkung zu äussern. Die Unterlagen können auf der Homepage abgerufen und die Fragebogen ausgedruckt werden. Wer dazu keinen Zugang hat, kann auf der Gemeindeverwaltung Fragebogen und Formulare abholen. Am 18.Oktober, 19 Uhr, findet in der Aula Schönau ein zweiter Workshop zu diesen Themen statt. «Wir hoffen, dass wir die Ideen zu einem stimmungsvollen Mosaik zusammenfügen können», schloss Marti den Abend. Verena Holzerwww.steffisburg.ch>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch