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Zweikampf nicht mehr undenkbar

Nach dem Erfolg vom Sonntag will die SP eine Kampfwahl ums Gemeindepräsidium Herzogenbuchsee nicht ausschliessen.

Markus Loosli ist seit 2014 ­Gemeindepräsident.
Markus Loosli ist seit 2014 ­Gemeindepräsident.
Andreas Marbot

Selbst zwei Tage danach zeigte sich Parteipräsident Hans Wyssmann gestern noch überrascht: Mit einem Wähleranteil von über 30 Prozent ist die SP neu stärks­te Partei in Herzogenbuchsee – und wird ab 2018 neu mit drei statt wie bisher zwei Mitgliedern im siebenköpfigen Gemeinderat vertreten sein.

Sowohl die bisherigen Pierre Bürki und Hans Rudolf Bähler (parteilos) wie auch der ehemalige Regierungsstatthalter Martin Sommer als Neuer vermochten an den Gesamterneuerungswahlen weit über das eigene Lager hinaus zu punkten (Ausgabe vom Montag).

Das hat Folgen: Sei man innerhalb des SP-Vorstandes bisher davon ausgegangen, auf das Gemeindepräsidium keinen Anspruch zu erheben, habe sich die Ausgangslage nun doch etwas verändert, sagt Parteipräsident Wyssmann. Zumal eine Kampfwahl den Wählern und Wählerinnen «eine echte Auswahl» böte.

Noch nichts entschieden

Entschieden, betont Wyssmann, sei aber noch nichts. Der Parteivorstand wolle die Frage Mitte Oktober diskutieren. Auch Gespräche mit den potenziellen Kandidaten hätten bisher noch gar keine stattgefunden. Komme hinzu, dass es durchaus Argumente gebe, die gegen eine SP-Kandidatur sprechen. Der amtierende Gemeindepräsident Markus Loosli bleibt zwar weiter der einzige Vertreter der FDP im Gemeinderat.

«Wir sind mit seiner Arbeit zufrieden», sagt Wyssmann. Und offenbar stellt auch ein Grossteil der Wählerinnen und Wähler Markus Loosli ein gutes Zeugnis aus. So hat am Sonntag auch er weit über die eigene Partei hinaus Stimmen geholt – und gar das beste Resultat aller Kandidierenden erzielt.

Noch vier Jahre dürfte Loosli das Präsidium ausüben, bevor er infolge der Amtszeitbeschränkung ausscheidet. Auch das werde die SP bei ihren Überlegungen berücksichtigen, verweist Wyssmann auf eine Kontinuität, die wichtig sei.

Klarer Fall für die SVP

Klar ist der Fall für SVP-Präsident Peter Breuers: Gemeinsam bildeten die Bürgerlichen im Gemeinderat dann doch noch die Mehrheit, verweist er auf die insgesamt vier Vertreter von SVP, BDP und FDP. Seitens der SVP werde Loosli als Präsident daher sicher nicht infrage gestellt.

Eine allfällige Wahl ums Präsidium ist für den 26. November angesetzt. Wahlvorschläge aus der Mitte der gewählten Ratsmitglieder müssen bis zum 10. November bei der Gemeindeverwaltung eintreffen.

khl

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