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Zuerst kritisiert, dann genehmigt

Neue Wohnungen für Jung und Alt. So sieht der Plan für das Schulhausareal aus. Trotz vorgängiger Bedenken gab es von den Stimmbürgern grünes Licht für die Vorfinanzierung.

Auf dem Rasen neben dem Schulhaus entsteht ein Neubau mit zwölf Generationenwohnungen.
Auf dem Rasen neben dem Schulhaus entsteht ein Neubau mit zwölf Generationenwohnungen.
Thomas Peter

Wer die Infoveranstaltung Ende April mitverfolgt hatte, dürfte wohl damit gerechnet haben: Das Projekt «Generationen Wohnen Seeberg» wird noch für Gesprächsstoff sorgen. Und so kam es dann an der Gemeindeversammlung am Dienstagabend auch.

Nicht alle der 85 anwesenden Stimmbürger zeigten sich überzeugt vom geplanten Neubau auf dem Schulhausareal an der Leinackerstrasse. Da sind zum Beispiel die Bedenken, ob sich genügend Interessenten für die zwölf Generationenwohnungen finden lassen. Oder die finanziellen Sorgen: «Die Gemeinde nimmt mit der Vorfinanzierung ein grosses Risiko auf sich», sagte einer der Votanten.

So sah der dreiteilige Antrag des Gemeinderates nicht nur vor, maximal 1500 Quadratmeter Land im Baurecht an eine noch zu gründende Genossenschaft als Trägerschaft ab­zugeben.

Die Exekutive hat entschlossen, sich auch finanziell einzubringen: einerseits mit der Zeichnung von maximal 320 Anteilscheinen, was einer Beteiligung von 160'000 Franken entspricht. Andererseits mit der Gewährung eines Darlehens in Höhe von maximal 160'000 Franken. Beides sei nötig, erklärte Roland Grütter (BDP), damit die Genossenschaft die Kosten der ersten Planungsphase decken könne.

Der Gemeindepräsident bekam zwar in der Diskussion auch einige Wortmeldungen zu hören, in denen das Vorhaben begrüsst wurde. Die Mehrheit der Votanten an diesem Abend meldete sich aber kritisch zu Wort. Einer von ihnen stellte sogar den Antrag, sowohl die Zeichnung der Anteilscheine als auch das Darlehen auf einen Höchstbetrag von je 100'000 Franken zu beschränken.

Nur 17 Nein-Stimmen

In der Gegenüberstellung der Anträge zeigte sich dann jedoch ein klares Bild: Jene des Gemeinderats obsiegten beide deutlich mit über 60 Stimmen. Und auch in der Schlussabstimmung fiel das Resultat überraschend klar aus: 60 Stimmbürger sprachen sich für den Antrag des Gemeinderats aus, 17 dagegen.

Ein erster Zeitplan sieht vor, dass nun bis Ende Jahr ein Bauprojekt ausgearbeitet wird. Sodass im Idealfall bereits im Sommer 2019 der Bau beginnen könnte. Das Vorhaben bezieht sich vorerst nur auf den unüberbauten Teil des Areals. Später könnten aber sowohl der Kindergarten als auch der Gemeinderaum in die Überbauung integriert werden.

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