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«Wir hoffen, dass die Polizei etwas findet»

Feuer hat die Hornusserhütte Wiedlisbach vor einer Woche stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Ermittlungen zur Ursache laufen noch. Wichtiger ist für den Verein, dass das Lokal bald wieder benutzt werden kann.

Die Vereinsmitglieder nehmen sich Zeit, um ihre Hornusserhütte wieder auf Vordermann zu bringen.
Die Vereinsmitglieder nehmen sich Zeit, um ihre Hornusserhütte wieder auf Vordermann zu bringen.
Olaf Nörrenberg
Auch das Dach wurde durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen.
Auch das Dach wurde durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen.
Olaf Nörrenberg
Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist nach wie vor ungeklärt.
Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist nach wie vor ungeklärt.
Olaf Nörrenberg
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Es ist ein unschönes Bild, das sich dieser Tage beim Stierebergwald ob Wiedlisbach bietet: verkohltes Holz, zerstörter Boden, und dazu hängt penetranter Brandgeruch über der Szenerie. Seit dem ­verheerenden Brand am Sonntagabend, 30. Juli, sieht die Hornusserhütte Wiedlisbach so aus – beziehungsweise das, was davon übrig ist. Glücklicherweise das meiste. Aber der Schaden sei enorm, bedauert Christian Wyss. Vor einem Monat erst wurde in der Hütte ein neuer Boden ­ausgelegt, dieser musste nun von der Feuerwehr rausgeschnitten werden. «Das zu sehen, tut weh, aber wir können nichts daran ­ändern.»

Dank des raschen Handelns der Feuerwehr Jurasüdfuss griffen die Flammen nicht auf die ­Gerätschaft der Hornusser über, und auch das Spielfeld blieb verschont. «Wir sind froh, ist nicht mehr passiert», sagt denn auch der Präsident der Hornusser­gesellschaft Wiedlisbach.

Offerten einholen

In dieser Funktion sieht Wyss sich nun gefordert. «Ich muss mehrere Offerten einholen, um den Schaden abschätzen zu können und ihn dann der Gebäudeversicherung (GVB) zu melden», sagt er. Er hofft inständig, dass die Schadensumme nicht in astronomische Höhen steigt. Denn sollte sich die GVB dazu entschliessen, nur einen Teil der Kosten zu übernehmen, könnte es für die Wiedlisbacher Hornusser eng werden. «Wir sind als Verein nicht auf Rosen gebettet», so der Präsident.

«Das zu sehen, tut weh, aber wir können nichts daran ändern.»

Christian Wyss, Präsident Hornussergesellschaft

Spiele verschoben

Am Tag nach dem Brand haben sich die Vorstandsmitglieder bereits zu einer Sitzung getroffen. «Wir haben Ämtli verteilt und die nächsten Schritte besprochen», erzählt Christian Wyss.

Daher packten die Mitglieder des Vereins letzte Woche unmittelbar tatkräftig mit an, befreiten die Hütte von Schutt und Asche, lüfteten durch und räumten die Pokale aus. «Die müssen wir alle professionell reinigen lassen», so Wyss. Insbesondere wegen des starken Rauchgeruchs kann der Vereinspräsident noch nicht ­sagen, wann die Hütte wieder in Betrieb genommen werden kann. Das nächste Heimspiel wird nun beim Gegner ausgetragen. Christian Wyss sagt: «Man kennt und hilft sich.»

Nebst dem Spielbetrieb wird die Hornusserhütte regelmässig für Privatanlässe vermietet. ­Diese muss Wyss nun alle bis auf weiteres stornieren. Das Schlusshornussen Ende Saison könne dann wieder beim Stierebergwald durchgeführt werden. Falls die Hütte bis im Herbst nicht ­bezugsbereit sei, müssten Sportler und Besucher halt draussen sitzen, so der Wiedlisbacher.

«Menschliches Verschulden kann nicht ausgeschlossen werden.»

Kantonspolizei Bern

Ursache noch offen

Zur Brandursache können gegenwärtig weder der Vereinspräsident noch die Kantonspolizei Bern etwas Konkretes sagen. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilt, kann menschliches Verschulden – also Fahrlässigkeit oder gar ­vorsätzliche Brandstiftung – nicht ausgeschlossen werden.

In diesem Zusammenhang suchen die Behörden nach wie vor ­Zeugen. «Wir lassen die Polizei machen und hoffen, dass sie ­etwas findet», sagt Wyss. Für ihn habe momentan Priorität, den Schaden abmessen und beziffern zu können.

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