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Weshalb mussten diese Bäume weichen?

Im Byfang entstehen neue Wohnungen. Dass entlang des Oberbippbachs eine Baumfällaktion durchgeführt wurde, hat aber nichts mit der Überbauung zu tun, versichern die Verantwortlichen. Sie verweisen auf den Sicherheitsaspekt.

Kahler Anblick beim Oberbippbach: Es wurden hier rund 20 Bäume gefällt, weil sie ein Sicherheitsrisiko darstellten.
Kahler Anblick beim Oberbippbach: Es wurden hier rund 20 Bäume gefällt, weil sie ein Sicherheitsrisiko darstellten.
Thomas Peter

Dieses Jahr erfolgt im Byfang der Spatenstich für drei Mehrfamilienhäuser. Es entstehen Wohnungen sowie Gewerberäume. «Raum, der gar nicht nötig ist», findet die Wiedlisbacherin Katharina Binggeli und verweist auf die zahlreichen leer stehenden Wohnungen in der ganzen Schweiz.

Ihr ist jedoch vor allem etwas anderes sauer aufgestossen: «Für diese Überbauung mussten am angrenzenden Oberbipp-Bach rund 20 Bäume gefällt werden», schrieb sie dieser Zeitung. Sie zitiert dazu das kantonale Naturschutzgesetz sowie das gemeindeeigene Inventar der schützenwerten Natur- und Landschaftselemente aus dem Jahr 1987, welches das Gebiet um den Oberbippbach als «wertvoll» taxiert.

Vorgaben umgesetzt

Abklärungen dieser Zeitung ergeben allerdings andere Fakten. «Das stimmt nicht», stellt Architekt und Mitgrundeigentümer Pascal Steiner klar. «Die Fällung erfolgte wegen der Höhe, des Alters und des Zustandes der Bäume und nicht wegen der Überbauung.» Damit seien die Vor­gaben bezüglich Sicherheit für Menschen und Gebäude umgesetzt worden.

«Ich bin froh, diese Thematik in der Zeitung korrekt darstellen zu können, denn die Falschinformation die Bäume betreffend ist mir ebenfalls schon zugetragen worden.» Bei der Begehung mit den Vertretern der Umweltschutz- und Landwirtschaftskommission Wiedlisbach sei man seitens der Gemeinde zum Schluss gekommen, die Bäume der benachbarten Parzelle ebenfalls zu fällen.

Inventar nicht massgebend

Seine Aussage wird von Patrick Hofer, Gemeindeverwalter von Wiedlisbach, bestätigt. «Im Bereich des Bachufers wurden reine Pflegearbeiten durchgeführt, damit morsche Bäume kein Sicherheitsrisiko mehr darstellen.

Die betroffenen Bäume wurden fachgerecht auf den Stock zurück­geschnitten, sodass diese wieder wachsen können», erklärt er. Hofer weist darauf hin, dass für geschützte Natur- und Landschaftsobjekte der Zonenplan massgebend sei und nicht mehr das erwähnte Inventar.

Gewerbeflächen vergeben

Auch was den Bedarf angeht, ist Pascal Steiner anderer Meinung als Katharina Binggeli. «Für unsere Überbauung an der Kirchgasse hatten wir Mieter­anfragen, welche nicht mehr bedient werden konnten, da bereits alle Wohnungen vermietet waren.» Sämtliche Gewerbeflächen der neuen Überbauung seien zudem bereits vergeben. «Einer der Gewerberäume wird der neue Standort unserer Firma», sagt der Inhaber des gleichnamigen Architekturbüros.

In den drei Mehrfamilienhäusern im Byfang entstehen insgesamt elf 3-Zimmer- und zehn 4-Zimmer-Mietwohnungen. Wenn alles normal verläuft, werden diese im Sommer oder Herbst kommenden Jahres bezugsbereit sein. Die Baukosten belaufen sich gemäss Baugesuch auf rund 7,8 Millionen Franken.

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