Wenn der Herzkönig nackt ist

Langenthal

Hans Jost ist der Oberaargauer Jassmeisterschaft für Senioren des Jahres 2018.

Sie waren am Jassturnier: (v.l.) Remo Rudiger (Clientis Bank), Toni Zemp, Hans Jost, Alfons Glutz, Peter Wintenberger (Jassleiter).<p class='credit'>(Bild: Hans Mathys)</p>

Sie waren am Jassturnier: (v.l.) Remo Rudiger (Clientis Bank), Toni Zemp, Hans Jost, Alfons Glutz, Peter Wintenberger (Jassleiter).

(Bild: Hans Mathys)

Der Traditionsanlass erfreut sich grosser Beliebtheit. Aus insgesamt 353 Jasserinnen und Jassern der Jahrgänge 1958 und älter wurden in den Vorrunden die 100 Finalisten erkoren. Dieses Jahr waren für die Finalteilnahme 2216 Punkte erforderlich. «2016 lag diese Messlatte bei 2208, 2017 bei 2212. Das Niveau steigt also», scherzt Remo Rudiger von der Clientis Bank Oberaargau. Diese ist für das Patronat und die Organisation der Seniorenjassmeisterschaft zuständig.

Gute oder schlechte Karten

Am Finaltag im Geschäftshaus Jurapark in Langenthal begrüsst der neue Jassleiter Peter Wintenberger die hundert Finalisten. «Von den vier Passen werden drei gezählt, während das schlechteste Ergebnis das Streichresultat ist», hält er fest. Und schon geht es an den 25 Tischen los mit «Mischle, Abhebe und Verteile».

An den Gesichtern lässt sich leicht ablesen, wer gute und wer schlechte Karten in den Händen hält. «I mache säuber», tönt es hier. «I ha gschobe», klingt es dort. Die Helferinnen Sonja Heiniger und Doris Weber gehen schon mal von Tisch zu Tisch, lassen die Jassenden in ein Säcklein greifen. An der gezogenen Zahl lässt sich ableiten, wer in der zweiten Passe Partner oder Partnerin sein wird.

Dann ist es schon Zeit fürs Zusammenzählen. Dieses fällt einigen leicht, anderen schwer. Und Partnertausch. Die neuen Partner begrüssen sich mit Handschlag zur zweiten Passe. Als diese beendet ist, wird da und dort analysiert, was schiefgelaufen ist: «I ha der Härzkönig blutt gha», erzählt ein Senior, «und i ha ke Bock gha», meint sein Partner.

Kaum ist die vierte und letzte Passe fertig gespielt, folgt schon die Rangverkündigung. Hans Jost gewinnt mit 2390 Punkten vor Toni Zemp und Alfons Glutz. Aber auch wer nicht reüssiert hat, erhält eine Taschenlampe geschenkt und verlässt zufrieden den Jurapark.

Langenthaler Tagblatt

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