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Weil er schwul ist, wird er diskriminiert

Ein Mitglied des Kirchgemeinderats wirft der Melchnauer Ratspräsidentin Mobbing vor. Sie schrieb in einem Brief, Homosexuelle hätten in der Gemeindeleitung keinen Platz.

Er ist Mitglied des Melchnauer Kirchgemeinderats, will aber anonym bleiben. Er sei wegen seiner Homosexualität gemobbt worden, sagt er. Bild: Alexandra Jäggi
Er ist Mitglied des Melchnauer Kirchgemeinderats, will aber anonym bleiben. Er sei wegen seiner Homosexualität gemobbt worden, sagt er. Bild: Alexandra Jäggi

Am Samstag wurde ein Fall von sexueller Diskriminierung in der reformierten Kirchgemeinde Melchnau publik. Ein Mitglied des Kirchgemeinderats, das nicht namentlich genannt werden will, fühlt sich von der Kirchgemeinderatspräsidentin aufgrund seiner Homosexualität gemobbt, schrieb der «Bund».

Bereits vor seiner Wahl durch die Kirchgemeindeversammlung im Dezember 2017 schrieb Präsidentin Chantal Lanz in einem Brief an die damalige Pfarrerin, der Mann gehöre nicht in den Kirchgemeinderat. Die Bibel sei da sehr klar: «Homosexualität hat in der Gemeindeleitung keinen Platz.» Sein Verlangen sei Ausdruck für ein Herz, das in erster Linie an eine Neigung vergeben sei, die nicht «Gottes Willen» entspreche. «Und das ist Sünde.»

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