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Vom Freudenhaus zum Polizeiposten

Bis 2005 wurde an der Langenthalstrasse ein illegales Bordell betrieben. Dann die krasse Wandlung: Nach der Sanierung bezogen Polizisten die Liegenschaft im Dorfzentrum.

Das Holzhaus war den Aarwanger Behörden um die Jahrtausendwende ein Dorn im Auge: Ein Massagestudio «für konventionelle und für spezielle Feinmassage» wurde in diesen vier Wänden betrieben. Illegal allerdings, liess das Baureglement doch eigentlich kein solches Etablissement im Dorfkern zu.

Die Dame, die dort ihre Dienste anbot, umging das Gesetz, indem sie ihre Freier als «Kollegen» bezeichnete, wie die Berner Zeitung 2005 berichtete. In Aarwangen war es indes ein offenes Geheimnis, was hinter den verschlossenen Türen des Holzhauses passierte. Selbst unter den Schulkindern wurde getuschelt, und vor allem die Knaben versuchten ab und an, einen Blick ins Innere des Gebäudes zu werfen. Meistens jedoch ohne Erfolg. Für viele Dorfbewohner war die Liegenschaft indes ein Schandfleck. Das wurde bei Diskussionen an Gemeindeversammlungen nur zu deutlich. Dass die Thematik die Gemüter nach wie vor erhitzt, zeigt eine aktuelle Recherche dieser Zeitung.

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