Verdichtung nach unten

Aarwangen

Knapp 8 Millionen Franken hat der Souverän für ein neues Schulhaus in der Aarwangener Sonnhalde bewilligt. Das Baugesuch sieht für dieses nun auch eine Unterkellerung vor. Was das kostet, wird sich erst zeigen.

Die Profile zeigen es an: Hier soll das neue Schulhaus Ost zu stehen kommen. Foto: Adrian Moser

Die Profile zeigen es an: Hier soll das neue Schulhaus Ost zu stehen kommen. Foto: Adrian Moser

Kathrin Holzer

Ziel bleibe es ganz klar, den Kredit von knapp 8 Millionen Franken einzuhalten, sagt Gemeindepräsident Kurt Bläuenstein (FDP). 7,725 Millionen Franken haben die Aarwanger Urnengänger vor einem Jahr bewilligt für das neue Schulhaus Ost, das in der Sonnhalde den dereinst wegfallenden Schulraum im Dorf kompensieren soll.

Das Dorfschulhaus, auch das haben die Stimmberechtigten im März 2018 gutgeheissen, soll der Gemeinde fortan als Verwaltungsgebäude dienen. Inzwischen sind die Kosten für den Schulhausersatz zwar noch etwas gestiegen. Weil im Projekt keine Lüftung vorgesehen war, hat die Exekutive letzten Herbst einen Nachkredit von 200'000 Franken gesprochen.

Dabei soll es nun also bleiben. Ob der finanzielle Rahmen tatsächlich beibehalten werden kann, wird sich indes erst zeigen. Denn inzwischen ist für das Schulhaus mit seinen drei Vollgeschossen auch eine Unterkellerung vorgesehen.

Kein Biegen und Brechen

Es könnten dadurch viele Probleme gelöst werden, verweist Bauverwalter Stefan Janzi auf Lagerräume und Gebäudetechnik, die im Keller des neuen Schulhauses Platz finden sollen. Schon beim Entscheid, anstelle einer blossen Erweiterung eines bestehenden Schulhauses einen Neubau voranzutreiben, hatte der Gemeinderat auch Überlegungen zum mittel- und langfristigen Entwicklungspotenzial ins Feld geführt. Eine Unterkellerung werde dabei gleichzeitig dem Aspekt des verdichteten Bauens gerecht, sagte Kurt Bläuenstein am Dienstag.

Wobei ein Keller dann aber nicht auf Biegen und Brechen durchgesetzt werden müsse. «Die Kosten sind noch unklar», verweist Janzi auf die erst anstehende Ausschreibung der Arbeiten. Diese erfolge Ende April. Danach werde man genauere Zahlen haben. 250000 Franken waren im Projekt vorgesehen für die ursprünglich geplante Stabilisierung des Untergrunds durch Pfähle.

Auch mit Keller werde es unter diesem noch Betonriegel brauchen, sagt Janzi. Ebenso erfordere der hohe Grundwasserspiegel eine Abdichtung des Kellers. Würden die Voranschläge den finanziellen Rahmen sprengen, könne man die Unterkellerung notfalls aber auch wieder aus dem Projekt herausstreichen.

Strenger Zeitplan

Man will den Neubau ja nicht verzögern. Nach der aktuellen Auflage des Baugesuchs sind schon auf Mai/Juni allfällige Einigungsverhandlungen und Bereinigungsgespräche angesetzt. Noch im Juni oder sonst im Juli rechnet die Gemeinde mit dem Gesamtbauentscheid.

Sodass im Herbst die Bagger auffahren können. Im Schuljahr 2020/2021 soll der Umzug in den Neubau erfolgen – und unmittelbar danach mit dem Umbau des Dorfschulhauses begonnen werden.

Das Baugesuch liegt bis 29. April in der Gemeindeverwaltung auf.

Langenthaler Tagblatt

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt