Trägerschaft gewechselt

Oberaargau-Nord

Neu ist der Verein Jugendwerk für die Kinder- und Jugendfachstelle verantwortlich.

Die Ki-Jufa organisiert regelmässig Anlässe für Kinder und Jugendliche, so etwa ein Traumfänger-Basteln im Rahmen des Ferienpasses.

Die Ki-Jufa organisiert regelmässig Anlässe für Kinder und Jugendliche, so etwa ein Traumfänger-Basteln im Rahmen des Ferienpasses.

(Bild: Facebook/Ki-Jufa)

Die Kinder- und Jugendfachstelle Bipperamt und Wangen (Ki-Jufa) betreibt im Auftrag von elf Gemeinden offene Jugendarbeit. Neben Beratungen zu kinder- und jugendrelevanten Themen werden vor allem regelmässig altersgemässe Anlässe und Veranstaltungen organisiert. Durch den niederschwelligen Zugang zu Freizeitangeboten sollen Kinder und Jugendliche auf dem Weg ins Erwachsenenalter Selbstständigkeit und Mündigkeit erwerben und sozial integriert werden. Der bisherige Träger der Ki-Jufa waren die Regionalen Sozialdienste Niederbipp.

Dies hat sich nun geändert: Ab dem ersten Januar hat der Verein Jugendwerk aus Münchenbuchsee die Trägerschaft übernommen. Der Wechsel erfolgte hauptsächlich aufgrund struktureller Überlegungen, wie Eveline Bolli, Leiterin der Fachstelle Ki-Jufa, sagt: «Der grobe Auftrag und die Finanzierung sind vom Kanton gegeben, uns stellt sich also die Frage, wie wir die Umsetzung optimal gestalten können.»

Finanzierung bleibt gleich

Die Kinder- und Jugendarbeit wird in Bern kantonal geregelt. Und auch die Finanzierung ist gegeben: Der Kanton übernimmt achtzig Prozent, die restlichen zwanzig Prozent die Gemeinden, deren Anteil nach Anzahl Kinder berechnet wird. Der Wechsel sei also nicht finanziell motiviert, sagt Bolli. «Die Finanzierung bleibt gleich. Vielmehr geht es beim Wechsel darum, mit den gleichen Ressourcen so effizient wie möglich arbeiten zu können.» Es liege in der Natur der Sache, möglichst unkompliziert und schnell Veranstaltungen organisieren können zu müssen, sagt Bolli: «Jugendarbeit ist hochdynamisch.» Dem würden die Strukturen eines Sozialdienstes eher weniger entsprechen.

Der Entscheid zum Wechsel wurde von der Ki-Jufa, den Gemeinden und den Regionalen Sozialdiensten Niederbipp gemeinsam gefällt, wie deren Leiter Daniel Frei sagt. «Der Verein Jugendwerk hat sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet. Vor allem vom Fachwissen her macht der Wechsel Sinn.» Hinzu komme die Grösse des Vereins: Anschaffungen könnten so gemeinsam getätigt werden. Durch den Trägerwechsel stehe es den Gemeinden unabhängig voneinander offen, ob sie mit dem Verein Jugendwerk einen Leistungsvertrag abschliessen oder nicht.

Der Verein Jugendwerk sei organisatorisch wie fachlich auf die Anforderungen der Ki-Jufa ausgerichtet. Seit Anfang Jahr führt er mit 14 lokalen Fachstellen die offene Kinder- und Jugendarbeit von 35 Gemeinden. Als Träger beansprucht er die Gelder vom Kanton für die einzelnen Angebote und ist für die Kommunikation in beide Richtungen verantwortlich. Anders als bei der Schulsozialarbeit biete die offene Jugendarbeit vor allem Angebote im Freizeitbereich, sagt Bolli. (gm)

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