Gelder veruntreut: Architekt zieht Urteil weiter

Der Architekt, der Gelder von Bauherren veruntreut hatte, will die Freiheitsstrafe nicht auf sich sitzen lassen. Er zieht das Urteil weiter.

Ein Oberaargauer Architekt soll Gelder veruntreut haben und wurde deshalb verurteilt. Nun zieht er das Urteil ans Bundesgericht weiter.

Ein Oberaargauer Architekt soll Gelder veruntreut haben und wurde deshalb verurteilt. Nun zieht er das Urteil ans Bundesgericht weiter. Bild: Fotolia

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Zwar hat ihn das Obergericht vom Vorwurf des Betrugs frei­gesprochen. Der Veruntreuung, der Misswirtschaft sowie der Unterlassung der Buchführung hat es den Oberaargauer Architekten indes für schuldig befunden. Die Berner Richter hielten daher an der Freiheitsstrafe der Vorinstanz von drei Jahren fest, reduzierten indes die Geldstrafe um rund die Hälfte. Damit ist der Mann aber nicht einverstanden: Er ist nun an das Bundesgericht gelangt.

Seine Firma hatte 2012 Konkurs gemacht. Als das Geld knapp wurde, bediente er sich an Zahlungen von Bauherren im Umfang von 1,6 Millionen Franken. Das Regionalgericht Emmental-Oberaargau befand ihn der Veruntreuung, des Betrugs sowie der Misswirtschaft für schuldig und stellte fest, dass der Angeklagte jegliche «wirkliche Reue» habe vermissen lassen.

Der Geschäftsmann habe sich mit dem Geld der Bauherren nicht selbst bereichern, sondern die Hypothek bei der Bank begleichen wollen, befand das Obergericht. Der Architekt selber wiederum hatte dort einen vollumfänglichen Freispruch verlangt. (cd)

Erstellt: 12.10.2017, 15:55 Uhr

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