Strähl und Flückiger auf dem sportlichen Gipfel

260 Gäste stehen im Parkhotel Dreilinden in Langenthal Spalier, als Radiomoderator Bernhard Schär bekannt gibt, wer die Oberaargauer Sportpreise in Empfang nehmen darf.

Verdient im Blitzlicht:?Gino Mäder, Mathias Flückiger, Martina Strähl und Géraldine Ruckstuhl (von links) strahlen um die Wette.

Verdient im Blitzlicht:?Gino Mäder, Mathias Flückiger, Martina Strähl und Géraldine Ruckstuhl (von links) strahlen um die Wette.

(Bild: Marcel Bieri)

Martina Strähl hat einen weiteren Gipfel erreicht: Nach dem Triumph an der ersten offiziellen Langdistanzberglauf-Weltmeisterschaft am Fuss des Matterhorns in Zermatt ist die stärkste Läuferin der LV Langenthal bei der Wahl zur Oberaargauer Sportlerin des Jahres der Konkurrenz aufs Neue davongeeilt.

Strähl gewinnt den mit 1000 Franken dotierten Sportpreis 2015 vor der Huttwiler OL-Läuferin Sarina Jenzer und der Langenthaler Curlerin Carole Howald. «Nach 2013 werde ich zum zweiten Mal als beste Oberaargauer Sportlerin ausgezeichnet.

Das ist eine grosse Ehre für mich und motiviert mich sehr», sagt die 28 Jahre alte Weltmeisterin aus Oekingen bei Solothurn anlässlich der Feierlichkeiten im Parkhotel Dreilinden in Langenthal mit sichtlichem Stolz.

Nach 3:21:38 Stunden und 42,195 zurückgelegten Kilometern stand Strähl im vergangenen Juli als Erste auf dem Riffelberg. Die Berglauf-Europameisterin von 2009 und 2011 unterbot den Streckenrekord um 7:24 Minuten. Gemeinsam mit Daniela Gassmann Bahr und Jasmin Nunige triumphierte Strähl auch in der Teamwertung.

Der Gold-Lauf macht sie einem breiten Publikum bekannt. «Ich werde nun oft erkannt, wenn ich Trainingsläufe auf den Niesen oder aufs Stockhorn absolviere», sagt die Heilpädagogin. Strähl wird morgen zum ersten Mal an der Course de l’Escalade in Genf und eine Woche später beim Silvesterlauf in Zürich an den Start gehen.

Dann will sie ihre Ziele für das kommende Jahr bekannt geben. Zuoberst auf dem Podest stand am Donnerstag auch Mathias Flückiger. Der frischgekürte Oberaargauer Sportler des Jahres verriet, dass die Medaille im Haus seines Bruders Lukas in Leimiswil einen Ehrenplatz erhalten werde.

Dorthin hatte der 27 Jahre alte Mountainbikeprofi gerade gezügelt. «Die Auszeichnung ist auch eine Bestätigung meiner erfolgreichen Saison. Ich bin heuer konstanter geworden und näher an die Spitze herangekommen», meint der Ochlenberger. Als Bestresultat im Weltcup erwähnt Mathias Flückiger den vierten Platz in der Lenzerheide.

Abgehakt hat er den Höhepunkt in diesem Jahr: die Mountainbike-WM in Andorra. «Ich hatte mit einem platten Reifen viel Pech. Eine Medaille wäre drin gelegen. Diese Enttäuschung habe ich inzwischen verarbeitet.»

Gelohnt hat sich die harte Vor­bereitung auch für die Siebenkämpferin Géraldine Ruckstuhl (U-18-Weltmeisterin) aus Altbüron und den Wiedlisbacher Radrennfahrer Gino Mäder (U-19-WM-Silber mit dem Bahn-Vierer). Sie krönen ihr Sportjahr mit dem Gewinn des Oberaargauer Sportpreises in der Kategorie U-20.

Berner Zeitung

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