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Statt rote resultieren schwarze Zahlen

Die Rechnung der Einwohnergemeinde schliesst mit einem Gewinn von rund 438'000 Franken ab. Budgetiert war ein Verlust von 544'000 Franken.

Die deutliche Besserstellung ist auf höhere Steuererträge bei den Firmen zurückzuführen.
Die deutliche Besserstellung ist auf höhere Steuererträge bei den Firmen zurückzuführen.
Thomas Peter

Die Gemeinde Herzogenbuchsee nahm im vergangenen Jahr mehr Steuern ein als erwartet. Wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt, lag der gesamte Fiskalertrag um knapp 1,273 Millionen Franken über den Erwartungen.

Waren im Vorjahr noch tiefere Einnahmen bei den juristischen Personen beklagt worden (minus 289'000 Franken gegenüber dem Budget), war dieses Jahr ein Plus von 1,202 Millionen Franken zu verzeichnen. Bei den natürlichen Personen wurden die Budgeterwartungen auf den Punkt erfüllt. Der Personalaufwand lag 203'000 Franken über der Budgetvorgabe.

Eine Rolle spielte dabei die Auslagerung des Frei- und Hallenbades in die am 1. Januar 2018 gegründete Aquarena Sport + Wellness AG: Dafür mussten die Überzeit- und Ferienguthaben der Mitarbeitenden ausgeglichen werden.

Auch beim Sachaufwand wurden 183'000 Franken mehr ausgegeben als geplant. Trotzdem, hält der Gemeinderat fest, gehe die Verwaltung mit den direkt beeinflussbaren Budgetpositionen sehr haushälterisch um.

Ungenügend

In die Bilanz übertragen wurden Nettoinvestitionen von 5,59 Millionen Franken. Darin enthalten sind die 4 Millionen Franken des Aktienkapitals der Aquarena Sport + Wellness AG. Daneben wurde rund eine Million Franken ins Gemeindestrassennetz in­vestiert.

Für die Finanzierung dieser ­Investitionen standen lediglich 192'000 Franken zur Verfügung – woraus ein ungenügender Selbstfinanzierungsanteil von 3,4 Prozent resultiert. Er sollte jedoch mittelfristig 100 Prozent betragen. Selbst wenn man die 4 Millionen Franken für das Aktienkapital der neuen Trägerschaft des Frei- und Hallenbades ausklammere, bleibe er ungenügend, schreibt der Gemeinderat.

Abwasser und Abfall

Positiv auf das Ergebnis wirkten sich in der Erfolgsrechnung auch die Mehrerträge aus den Spezialfinanzierungen Abwasser und Abfall aus (plus 595'000 Franken). Bei der Spezialfinanzierung Abwasserentsorgung resultierte ein Gewinn von 411'000 Franken.

Die erstmals nach dem neuen Abwasserreglement in Rechnung gestellten Gebühren wurden zu tief eingeschätzt. Der Saldo des Kontos Werterhalt Abwasser­anlagen beträgt damit neu 5,672 Millionen Franken. Die Spezial­finanzierung Abfallwirtschaft erzielte ihrerseits einen Gewinn von 27'000 Franken.

Negativ beeinflusst wurde die Erfolgsrechnung durch Buchverluste beim Finanzvermögen. Mit der Umstellung auf das neue Rechnungsmodell HRM2 wurden die im Gemeindeportefeuille vorhandenen Aktien sowie die Grundstücke und Liegenschaften des Finanzvermögens neu bewertet.

Mit dem Verkauf weiterer Parzellen im Heimenhausenfeld sowie der Überführung des «Kreuzes» ins Baurecht wurden nun auch Bewertungsdifferenzen aus der Neubewertung kor­rigiert. Dies führte dazu, dass ­dieser Neubewertungsreserve 1,344 Millionen Franken zu entnehmen waren.

pd

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