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SP ehrt Partnerschaftsprojekt

Unter Anwesenheit von Nationalrat Adrian Wüthrich hat die SP Oberaargau gestern ihre Rose für herausragendes soziales Engagement verliehen.

Nationalrat Adrian Wüthrich überreicht Jambo-Co-Präsidentin Eveline Minder den Sozialpreis für den jahrelangen Einsatz des Vereins.
Nationalrat Adrian Wüthrich überreicht Jambo-Co-Präsidentin Eveline Minder den Sozialpreis für den jahrelangen Einsatz des Vereins.
Daniel Fuchs

Mit der SP-Rose ehren die Oberaargauer Sozialdemokraten jährlich eine Persönlichkeit oder einen Verein für sein Schaffen ­zugunsten der Gesellschaft. Es solle keine Vergangenheitsbewältigung sein, sondern aktuelles, soziales oder politisches Engagement ausgezeichnet werden, so Vizepräsident Reto Müller gestern Vormittag in Herzogenbuchsee.

Der Preis geht dieses Jahr an den Verein Jambo, ein Partnerschaftsprojekt zwischen Herzogenbuchsee sowie den ­umliegenden Gemeinden und Kamachumu im Nordwesten von Tansania.

Keine reine Entwicklungshilfe

Der Verein unterstützt im ost­afrikanischen Staat lokale Projekte zugunsten von Aids-Waisen und HIV-betroffenen Kindern. Etwa durch Tagesstätten und Selbsthilfegruppen. Es sei aber keine reine Entwicklungshilfe, wie SP-Nationalrat Adrian Wüthrich betont. Der Verein organisiert jährlich zwei kulturelle Anlässe in Herzogenbuchsee, die der einheimischen Bevölkerung Afrika näherbringen sollen.

Hans Wyssmann von der örtlichen SP-Sektion hat den Verein ins Rennen geschickt und freut sich sehr, dass sein Vorschlag vom Vorstand der SP Oberaargau ausgewählt wurde. Er sagt: «Buchsi ohne Jambo, das geht gar nicht.» Man könne sich ein Jahr ohne die vom Verein organisierten Anlässe kaum mehr vorstellen.

Im Sommer handelt es sich dabei um ein Fest mit afrikanischer Musik, und im Winter findet ein Kinoabend statt. Ausserdem werden an beiden Veranstaltungen passende kulinarische Spezialitäten serviert. Mit dem erzielten Erlös und weiteren Spenden können jährlich über 800 Kinder unterstützt werden.

Verständnis fördern

Das zweiseitige Konzept sei eine reine Erfolgsgeschichte, so Wyssmann. Ausserdem wisse man bei Jambo, dass das Geld auch dort ankommt, wo es hinsoll. Auch Grossrätin Christine Blum stimmt zu, dass es in Zeiten ­wachsender Globalisierung umso wichtiger sei, gegenseitiges Kulturverständnis zu fördern.

Jambo-Co-Präsidentin Eveline Minder ist es wichtig zu betonen, dass der Nutzen des Engagements nicht einseitig ist. «Auch Afrika hat Wissen, welches wir nicht haben, und kann viel bieten», so Minder. Die Preisträger der SP-Rose erhalten jeweils eine Urkunde sowie 1000 Franken.

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