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Sie verzichten bewusst auf einen roten Faden

Nachdem die Galerie L. ihr Erscheinungsbild ­modernisiert hat, geht sie mit der neusten Ausstellung ebenfalls neue Wege: Christoph Hauri, Urs Hug und Fabian Unternährer stellen gemeinsam an drei Orten aus.

Gemeinsam ­entschieden sie, wie ihre Werke an den drei Ausstellungsorten präsentiert ­werden: Urs Hug, Fabian Unternährer und Christoph Hauri (von links).
Gemeinsam ­entschieden sie, wie ihre Werke an den drei Ausstellungsorten präsentiert ­werden: Urs Hug, Fabian Unternährer und Christoph Hauri (von links).
Olaf Nörrenberg

Es begann damit, dass die Galerie L. Christoph Hauri anfragte, ob er dort ausstellen würde. Er zeigte Interesse, stellte aber die Be­dingung, dass er nur an einer Gruppenausstellung teilnehmen ­werde; zum Beispiel mit dem Fotografen Fabian Unternährer. Zudem sollten die Ausstellungsräumlichkeiten nicht auf die ­Jurastrasse beschränkt bleiben. Als zusätzliche Ausstellungsmöglichkeit schlug er seine Loft am Wuhrplatz vor. Urs Hug wurde ebenfalls angefragt, ob er sein Haus am Mühleweg als dritten Standort zur Verfügung stellen würde. Dieser sagte unter der Bedingung zu, dass die drei Kunstschaffenden überall mit ihren Werken vertreten seien.

Der Prozess ist entscheidend

Die Gruppe verzichtete bewusst auf einen gemeinsamen Themenschwerpunkt oder einen roten Faden für die Ausstellung. Für sie standen der Dialog untereinander und der Prozess der Ausstellungsgestaltung im Vordergrund. Gemeinsam entschieden sie an allen drei Standorten, wo die Werke gehängt, gelegt oder gestellt werden sollten, damit sie sich gegenseitig ergänzten.

«Ich bin bei Hauri und Hug sehr gastfreundlich empfangen worden.»

Fabian Unternährer, Fotograf

Wichtig dabei war, dass die ­Atmosphäre der drei Standorte mit einbezogen wurde. Während die Galerie an der Jurastrasse in ihren Ausstellungsmöglichkeiten beschränkt ist, wurde bei Hauri bewusst der Raum als Arbeits- und Wohnbereich mit einbezogen. Im «Haus Urshug» waren es die speziellen Räume, welche die Gestaltung prägten.

Als Einziger verfügt Fotograf Fabian Unternährer nicht über einen eigenen Raum. Er sei jedoch bei Hauri und Hug sehr gastfreundlich empfangen worden, sagt Unternährer.

Persönliche Akzente setzen

Auch wenn es keinen gemeinsamen Fokus in der Ausstellung gibt, so hat sich doch jeder der Kunstschaffenden einen eigenen gesetzt. Urs Hug zeigt Objekte, Skulpturen und Bilder, die von Wörtern und Zahlen ausgehen. Christoph Hauri beschäftigt sich mit dem «Kopf als Biotop», indem er ihn zum Umfeld in Beziehung setzt oder ihn aus sich selbst entwickeln lässt. Er zeigt an der Ausstellung Malerei und Zeichnungen. Fabian Unternährer ist mit Schwarzweiss- und Farbfotografien präsent. Seine Themen sind Wasser und Wellen sowie das Licht im Dunkeln. Mit seinen Fotografien zeigt er auf, dass hinter der Oberfläche eines Bildes eine zweite Ebene sichtbar wird.

Vernissage mit Rundgang

Die Vernissage am Samstag um 17 Uhr findet an der Jurastrasse statt. Dort wird der Schriftsteller Urs Mannhart einen eigens für die Ausstellung geschriebenen Text präsentieren. Eine Stunde später können auch die Standorte «Bei Hauri» am Wuhrplatz 1 und «Haus Urshug» am Mühleweg 15 auf einem Rundgang besucht werden.

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