Sie sperren die Strassen für das grosse Fest

Herzogenbuchsee

Nach zwei Jahren Planung steht es nun endlich vor der Tür: das erste Buchsifest. Eine Sause für Jung und Alt soll es werden. Am Donnerstag beginnen die Aufbauarbeiten. Im Mittelpunkt des Grossevents stehen die 35 beteiligten Vereine.

Am Samstag laden sie im Dorfzentrum zum Fest: (v.l.) Norman Szöllösi, Kurt Grossenbacher (Präsident) und Philipp Bertolosi vom OK.

Am Samstag laden sie im Dorfzentrum zum Fest: (v.l.) Norman Szöllösi, Kurt Grossenbacher (Präsident) und Philipp Bertolosi vom OK.

(Bild: Olaf Nörrenberg)

In Herzogenbuchsee wird am Samstag das ganze Dorf auf den Beinen sein. Geht es nach Kurt Grossenbacher, ist dies beinahe wörtlich zu nehmen: Der OK-Präsident rechnet für die erstmalige Durchführung des Buchsifests mit 5000 bis 6000 Besucherinnen und Besuchern. «Ein solches Fest hat es in Buchsi noch nie gegeben», sagt er. Zwar wurde 2005 die Einweihung der neuen Ortsdurchfahrt ebenfalls mit einer grossen Feier im Dorfzentrum begangen.

Die Dimension des Buchsifests wird aber eine andere sein, da ist sich das Organisationskomitee sicher. Anders als vor elf Jahren wird nicht nur die Bernstrasse vom Gemeindehaus bis zum Rössliplatz gesperrt. Auch auf der Fabrikstrasse und in der Kirchgasse wird gefeiert. «Das wird ein ungewohntes Bild sein», sagt Grossenbacher. Dort, wo sonst der grosse Verkehr hindurchfliesst, bleibt es am Samstag autofrei.

Grosser Aufwand

Für die Aufbauarbeiten stehen ab heute rund ein Dutzend Hornusser im Einsatz. Unter anderem muss im Buchsi-Park ein rund 500 Leute fassendes Festzelt aufgestellt werden. Bedenken, rechtzeitig fertig zu werden, gibt es aber keine. «Man merkt, dass alle sehr motiviert sind. Die Vorfreude ist gross», erklärt OK-Mitglied Norman Szöllösi.

Die Planung für die Festivitäten ist bereits seit rund zwei Jahren im Gange. 13 Sitzungen liegen hinter dem siebenköpfigen OK. Der administrative Aufwand sei enorm gewesen, erzählt Grossenbacher. «Bei einer nächsten Durchführung wird dieser 70 Prozent kleiner sein.» Vor allem das Krisenmanagement, dass sie als Organisatoren hätten vorweisen müssen, habe beim Bewilligungsverfahren viel Zeit in Anspruch genommen. Seit den Unfällen beim Turnfest in Biel würden hier strenge Vorschriften gelten. So müsse zum Beispiel die Sporthalle Burgschulhaus für eine allfällige Evakuation freigehalten werden.

Earth- wird zum Streetquake

Das Buchsifest, das nur über Sponsorengelder und Festeinnahmen finanziert wird, soll die ganze Familie ansprechen. Dementsprechend breit ist auch das Programm zusammengestellt worden (siehe Kasten). Im Festzelt erwartet die Besucher unter anderem Blues-, Schlager-, und DJ-Musik. Im Sonnensaal wiederum geht es volkstümlicher zu und her. Dort sorgen etwa der Jodlerklub Herzogenbuchsee und die Alphorngruppe Oberaargau für die musikalische Unterhaltung.

Den Organisatoren ist es ausserdem gelungen, das Earthquake mit an Bord zu holen. Das Open Air, das in diesem Jahr bereits zum 15. Mal stattfindet, geht traditionellerweise im Park über die Bühne. Für das Buchsifest zieht dieses aber nun in die Fabrikstrasse vor das Schlachthaus. Und so wird aus dem Earth- für einmal das Streetquake.

Bei der Zusammenstellung des Programms habe man diesmal besonders darauf geachtet, die Familien anzusprechen, so etwa mit der Band Troubas Kater, sagt Norman Szöllösi, OK-Präsident des Open Airs. Bei der Jubiläumsausgabe Teil des Buchsifests zu sein, sieht er als Chance. «So können wir zeigen, dass wir fest zum Dorf gehören.»

Vereine bieten Unterhaltung

Den Grundstein für das Buchsifest – das streicht das OK besonders heraus – legen die 35 beteiligten Vereine, darunter zum Beispiel der Feuerwehrverein, Jambo, die Pfadi, der Reitverein, der Tennis- sowie der Schwimmklub oder der Handballverein. Eine solch grosse Beteiligung habe ihn überrascht, sagt Kurt Grossenbacher. «Sie zeigt, dass die Vereine hinter dem Anlass stehen.»

Die Buchser Vereine bieten am Nachmittag zwischen Kirchgasse, Fabrik-, Bernstrasse und Gemeindepark Unterhaltung, Spiel und Spass. Gleich an mehreren Ständen können sich die Besucher auch sportlich betätigen. Auf die Kinder wartet ein von der offenen Kinder- und Jugendarbeit organisierter Parcourslauf, und die Eishockeyfans können sich auf eine Autogrammstunde mit dem SC Langenthal freuen. Der Erlös des Fests fliesst in die Vereinsunterstützung.

Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Beim Aufbau müssten die Helfer wohl ihre Regentauglichkeit unter Beweis stellen, sagt Kurt Grossenbacher und schmunzelt. «Für Samstag jedoch sind angenehme 20 Grad und maximal ein Millimeter Regen gemeldet.»

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt