Sie setzen sich für Bedürftige ein

Langenthal

Für ihr soziales Engagement durften die Mitglieder der Frauenbrocki ­im Langenthal am Freitag den Sozialpreis der SP Oberaargau entgegennehmen.

Übergabe: Silvia Oppong, Präsidentin der Frauenbrocki (Mitte), nimmt mit ihren Kolleginnen den Preis von Adrian Wüthrich (links) und Reto Müller entgegen.

Übergabe: Silvia Oppong, Präsidentin der Frauenbrocki (Mitte), nimmt mit ihren Kolleginnen den Preis von Adrian Wüthrich (links) und Reto Müller entgegen.

(Bild: Thomas Peter)

Die Brockenstube an der Langenthaler Farbgasse, auch Frauenbrocki genannt, setzt sich seit 1927 für bedürftige Menschen ein. Ihnen kommt der Gewinn, den der Verein erwirtschaftet, vollumfänglich zugute. Derzeit arbeiten zwanzig Frauen und ein Mann ehrenamtlich für die Brockenstube. Sogar das Essen auf dem jährlichen Ausflug bezahlen sie aus der eigenen Tasche.

Am Freitag wurden die Mitglieder der Frauenbrocki mit dem Sozialpreis der SP Oberaargau ausgezeichnet. Die SP-Rose sei eine Anerkennung für soziales Engagement, erklärte Adrian Wüthrich, Präsident der SP Oberaargau. Der Preis ist mit 1000 Franken dotiert. «Wir freuen uns sehr und sind alle stolz, die SP-Rose entgegennehmen zu dürfen», sagte Vereinspräsidentin Silvia Oppong. «Jetzt werden wir sicher noch lieber zur Arbeit kommen.»

Dunkelziffer der Armut gross

«Jedes zehnte Kind wird in Langenthal von Sozialhilfe unterstützt», stellte Reto Müller, Vizepräsident der SP Oberaargau, fest. Da aber längst nicht alle den Gang zur Sozialhilfe wagen würden, sei die Dunkelziffer der Armut sehr gross. Die Arbeit der Frauenbrocki könne den Menschen Hoffnung geben, sich aus der Negativspirale zu begeben. «Freiwilligenarbeit ist der Kitt unserer Gesellschaft», betonte Müller.

Berner Zeitung

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