Niederbipp

«Sie müssen lernen, sich an Vorgaben zu halten»

NiederbippSchon vor Monaten haben sich mehrere ­junge Erwachsene ein Jugendhaus eingerichtet. Nun sind gegen die Umnutzung der ­alten Liegenschaft aber zwei Einsprachen eingegangen. Grund: der Verkehr.

Sorgt für Unmut: Die Umnutzung des leer stehenden Wohnhauses am Hölzlisackerweg.

Sorgt für Unmut: Die Umnutzung des leer stehenden Wohnhauses am Hölzlisackerweg. Bild: Thomas Peter

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Seit Monaten nutzen rund zwanzig junge Erwachsene eine alte Liegenschaft, direkt an der A 1, als Jugendhaus. Im Dezember publizierte die Gemeinde ein Baugesuch, auch um die Bevölkerung über die Umnutzung zu informieren. Diese Information hat nun Reaktionen ausgelöst. Denn gegen das Gesuch sind innert Frist zwei Einsprachen eingegangen, wie das Regierungsstatthalteramt auf Anfrage mitteilt.

Hauptgrund sei der Verkehr, ergänzt die Niederbipper Bauverwalterin Nadja Stauffiger. Da es sich bei den Nutzern des Jugendhauses grösstenteils um junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 22 Jahren handle, seien viele bereits mit einem Auto unterwegs. Und genau mit diesen würden sie zu schnell durch den Hölzlisackerweg fahren.

Mehr kann sie jedoch nicht sagen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Nur so viel: Nächste Woche findet mit den beiden Einsprechern ein Gespräch statt, um sich zu einigen.

Falsche Zufahrt

«Der Verkehr ist ein grosses Problem», bestätigt eine der einsprechenden Personen, die in der Zeitung nicht namentlich genannt werden will. Nebst der erhöhten Geschwindigkeit dürften die Nutzer des Jugendhauses eigentlich gar nicht diesen Anfahrtsweg verwenden, sondern sollten via Walliswilweg zufahren.

«Immer wenn wir die Gemeinde auf das Fehlverhalten hinweisen, geht es ein bis zwei Wochen gut.» Doch danach würden die jungen Erwachsenen die Vorschrift bereits wieder missachten und durch den Hölzlisackerweg rasen. Dabei sässen die Missetäter meist allein im Auto. Und wenn diese ihren Treff leer vorfänden, würden sie kehrtmachen und direkt wieder vorbeibrausen.

Eigentlich herrscht auf der Strasse Tempo 50. «Kurzzeitig ist eine 30er-Tafel installiert worden, aber das hat auch nichts gebracht», sagt die betroffene Person weiter.

Verhandlung steht an

Sie habe nichts gegen die Jugendlichen an sich. Zudem seien Lärm oder Müll bislang überhaupt kein Problem gewesen. Aber die Jungen müssten doch auch lernen, sich an die Vorgaben der Gemeinde zu halten. Zumal ihnen bereits heute die Möglichkeit für eine problemlose Zufahrt geboten werde.

«Wenn es mit dem Verkehr nicht bessert, sind wir mit dem Jugendhaus schlichtweg nicht einverstanden», so die einsprechende Person. Und das wolle sie auch dem Regierungsstatthalter und der Gemeindevertretung bei der Einigungsverhandlung unmissverständlich klarmachen.

(Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 09.02.2018, 07:47 Uhr

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