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Fünf Jahre bis ins neue Stadion im Hard?

Einen Monat nach dem Standortentscheid geht es jetzt an die Planung eines neuen Eisstadions in Langenthal. Dazu hebt der SCL die Arena Oberaargau AG aus der Taufe. Und diese will im Hard schon bald den Betrieb aufnehmen.

Orientierten gestern über die weiteren Schritte: (v. l.) SCL-Präsident Stephan Anliker, Arena-Vereinspräsident Markus Meyer, Stadtpräsident Reto Müller sowie SCL-Geschäftsführer und Präsident der neuen AG Gian Kämpf.
Orientierten gestern über die weiteren Schritte: (v. l.) SCL-Präsident Stephan Anliker, Arena-Vereinspräsident Markus Meyer, Stadtpräsident Reto Müller sowie SCL-Geschäftsführer und Präsident der neuen AG Gian Kämpf.
Thomas Peter

Mit der Gründung einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft nimmt der SC Langenthal den Bau eines neuen Eisstadions im Hard an die Hand. Die Arena Oberaargau AG unter dem Präsidium von SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf werde sowohl für die Projektierung und den Bau wie auch für den Betrieb der neuen Eissportanlage zuständig sein, orientierten die Verantwortlichen am Donnerstag an einer Pressekonferenz.

«Der SCL hat eine moderne Infrastruktur verdient. Und die Stadt wird sich ihrer Verantwortung nicht entziehen», sagte Stadtpräsident Reto Müller (SP). Allerdings werde sich ihre Rolle auf die der Grundeigentümerin, Planungsbehörde und späteren Mitnutzerin beschränken. Schon bei der Bekanntgabe des Standortentscheids vor einem Monat hatte Müller betont, dass es der Stadt bei der angestrebten Partnerschaft von öffentlicher Hand und privaten Investoren primär um die Interessen im Sinne der Stadtentwicklung und die Förderung des Breitensports gehe. Dabei wolle sie den Privaten aber alle Möglichkeiten offenlassen, was die Förderung auch des Spitzensports betrifft.

Der Standort: Vor der Berufsfachschule im Hard soll das Stadion entstehen. Bild: Thomas Peter
Der Standort: Vor der Berufsfachschule im Hard soll das Stadion entstehen. Bild: Thomas Peter

Erste Interessenten

Der Aufbau dieser privaten Trägerschaft ist jetzt ebenso Aufgabe der neuen AG wie die Sicherstellung der Finanzierung des Baus und die langfristige Anbindung von Mantelnutzern. Sowohl SCL-Präsident Stephan Anliker wie auch Markus Meyer als Präsident des Vereins Arena Oberaargau zeigten sich am Donnerstag aber äusserst zuversichtlich, dass es nach dem Standortentscheid des Gemeinderats nun zügig vorangehen könne. «Wir freuen uns über das Vertrauen, das die Politik in uns setzt, und übernehmen die damit verbundene Verantwortung gerne», verwies Anliker auch auf die Chancen, welche die angestrebte Mantelnutzung dem örtlichen Gewerbe biete.

Gewisse Nutzer und Interessenten, so Anliker, seien bereits vorhanden. Auch erste Nachbarn seien bereits auf sie zugekommen, sagte Gian Kämpf. Und ebenso seitens der Schulen seien Bedürfnisse vorhanden. «Das alles werden wir nun aufnehmen und in unsere Planung einfliessen lassen», so der Präsident der neuen AG. Klar ist erst: Ein neues Einkaufszentrum wird es nicht geben. Schliesslich wolle man nicht den Einzelhandel im Stadtzentrum konkurrenzieren, hat der Gemeinderat bereits bei seinem Standortentscheid im Ja­nuar klar festgehalten.

Sportlicher Zeitplan

Markus Meyer als vorerst einziges Verwaltungsratsmitglied ne­ben Kämpf als Präsidenten der neuen AG rechnet mit einer je rund zweijährigen Planungs- und Bauphase. Eine einjährige Reserve mit einrechnend, erachte er eine Inbetriebnahme des neuen Stadions in fünf Jahren demnach als «echt realistisch».

Aufgabe von Stadt und deren Kunsteisbahn AG als Betreiberin des heutigen Stadions wird es bis dahin sein, die Schorenhalle so lange nationalligatauglich zu halten. Das zu gewährleisten, sei auch klares Ziel des Gemeinderats, so Stadtpräsident Reto Müller. «Grosse Investitionen sind angesichts des bevorstehenden Rückbaus aber sicher sinnlos», verwies er nicht zuletzt auf die Abstimmungsvorlage, die es vor einem Stadionneubau im Hard erst einmal durchzubringen gelten wird.

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