Reitverein erhebt sich aus der Asche

Herzogenbuchsee

Nach dem verheerenden Brand im Dezember haben sich die Reiter zusammengerauft. Sie setzen alles daran, ihren Parcours wieder mit eigenen Hindernissen durchführen zu können. Auch das Vereinslokal soll wiederaufgebaut werden.

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Im ehemaligen Stall des Bauernhauses Ingold in Herzogenbuchsee riecht es nach frischer Farbe. Sieben Mitglieder des Reitvereins Herzogenbuchsee streichen neue Hindernisse: Einfangböcke und Stangen.

Das bisherige Material wurde beim Brand der rund 30-jährigen Vereinsbaracke samt dem übrigen Mobiliar am 30. Dezember 2015 zerstört. «Unser Verein hat entschieden, das Hindernismaterial wie bisher selber zu bauen», sagt Präsidentin Sarah Schaller. Für diese Arbeiten hat man vorübergehend bei Klaus Ingold Unterschlupf gefunden.

Ziel sei es, am Concours vom 8. bis 10. Juli wie bisher mit einem eigenen Parcours aufwarten zu können, so die Vereinspräsidentin weiter.

Neubau geplant

Der Brandplatz an der Grabenstrasse ist geräumt. Von der abgebrannten Baracke ist nichts mehr zu sehen. Nur die Betonplatten des Barackenbodens liegen noch da und darauf ein paar rostende Metallstücke.

«Die Ermittlungen der Kantonspolizei zur Brandursache sind inzwischen abgeschlossen», sagt Schaller. Es liege definitiv Drittverschulden vor, hätten die Ermittler festgestellt.

Nun plant der Verein einen Neubau. Allerdings steht der Standort innerhalb des Areals noch nicht genau fest. Möglicherweise wird die Baracke nicht am bisherigen Ort gebaut, sondern etwas Richtung Wald verschoben.

«Im Laufe des Sommers werden wir den genauen Standort bestimmen und das Projekt festlegen.» Danach erfolge die Baueingabe. Die Präsidentin rechnet mit einem Baubeginn Ende 2016, Anfang 2017.

Gemeinde bietet Hand

Grundeigentümerin des Reitareals ist die Gemeinde Herzogenbuchsee. Der Reitverein könne weiterhin dortbleiben, sagt die Präsidentin, denn der Baurechtsvertrag mit der Gemeinde laufe noch bis zum Jahr 2031. Danach werde man weitersehen.

Sarah Schaller ist sehr froh darüber, dass der gut 100-jährige Verein mit seinen 93 Mitgliedern für weitere 15 Jahre seinen festen Standort hat. Unter den Aktiven gibt es noch einige ehemalige Dragoner.

Hindernis «Feuersprung»

Das erste neue Hindernis für den Concours 2016 soll etwas Spezielles werden. Mit Unterstützung anderer Mitglieder wird Kurt Straub den «Feuersprung» bauen: ein Hindernis mit der Sil­houette eines aus Flammen aufsteigenden Pferdes rechts und links.

Diese besondere Sprungvorrichtung wird am Buchsifest zu bewundern sein. An der Finanzierung kann sich jedermann beteiligen. Alle Unterstützenden mit einer Spende ab fünfzig Franken werden namentlich auf einer am Concours aufgestellten Tafel bekannt gemacht.

«Wir haben nach dem Brand viel Unterstützung erfahren», stellt Sarah Schaller erfreut fest, unter anderem auch von den umliegenden Reitvereinen.

Berner Zeitung

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