Wynau

Planer machen Potenzial aus

WynauUmzonungen sollen dafür sorgen, dass in Wynau doch noch weiter gebaut werden kann. Auch sollen in einzelnen Gebieten höhere Bauten möglich sein, als dies heute der Fall ist.

Im Gebiet Kleinfeld möchte die Gemeinde einzelne kleine Parzellen einzonen.

Im Gebiet Kleinfeld möchte die Gemeinde einzelne kleine Parzellen einzonen. Bild: Thomas Peter

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An sich hätte es nur eine Teilre­vision werden sollen. Womit sich die Wynauerinnen und Wynauer nun befassen, ist jedoch eine komplette Überarbeitung ihrer Ortsplanung aus dem Jahr 2010. Angesichts der neuen kantonalen Vorgaben habe eine Totalrevision am Ende dann doch Sinn gemacht, sagt Verwaltungsleiterin Isabel Ammann. Dazu, die Ein­wohner über die wichtigsten Änderungen zu informieren und Gelegenheit zu bieten, Fragen zu stellen, fand nun ein Orientierungsanlass statt.

Zersiedelung bremsen

Rahel Muff und Anne-Lene Mage vom Planungsbüro Basler & Hofmann West AG, Zollikofen, gaben einen Überblick. Wynau verfügt über vier Hektaren unüberbautes Bauland. «Aus Sicht des Kantons darf die Gemeinde kein zusätz­liches Land einzonen», so Mage. «Damit die Zersiedelung gebremst wird, wurden Entwicklungsziele formuliert und das Potenzial festgelegt.» Vor allem in den Gebieten Aegerten, Bernstrasse und Industriestrasse haben die Planer Möglichkeiten ausgemacht. Im Sinne innerer Verdichtung soll dort anstatt zwei- neu auch dreigeschossig gebaut werden dürfen.

Rahel Muff präsentierte zehn Gebiete, in denen es zu Umzonungen kommen soll. «Durch Aus­zonungen in Wynau Dorf können knapp 1500 Quadratmeter Bauland im Gebiet Kleinfeld eingezont werden», erklärte sie.

Neu wird in Wynau eine Mehrwertabgabe erhoben. Zur Er­klärung: Wird Landwirtschaftsland in Bauland umgezont, entsteht für den Eigentümer ein Mehrwert. Übersteigt dieser 20 000 Franken, ist eine Abgabe zu entrichten. Dies ist seit April 2017 im Baugesetz auf kantonaler Ebene geregelt, und Wynau will dies nun in einem Reglement festlegen. Bei einer Einzonung sollen 40 Prozent des Mehrwerts abgeschöpft werden. 10 Prozent davon gehen an den Kanton, 90 Prozent stehen der Gemeinde für einen Spezialfonds oder für öffentliche Zwecke zur Verfügung.

Entscheid Ende 2019

Die Mitwirkung zur Orstplanungsrevision läuft noch bis zum 8. Oktober. Danach steht die Vorprüfung durch den Kanton an. Nächsten Sommer ist die öffentliche Auflage vorgesehen. Die Beschlussfassung zum umfassenden Regelwerk soll dann voraussichtlich Ende 2019 erfolgen.

Bei der Mitwirkung zur Teil­revision der Ortsplanung im Zug der Einführung des Gewässerraums und der Anpassung des Baureglements zu den Begriffen und Messweisen im Spätherbst 2017 war es vor allem die neue Gewässerschutzgesetzgebung, die Kritik erntete. Betroffene Landwirte zeigten sich nicht einverstanden mit den neuen Vorgaben zugunsten des Uferschutzes. Nun versuche man, einen Teil des Gewässerraums ins Wasser hinauszuziehen, sagt Verwaltungsleiterin Ammann. Das Thema sei allerdings nicht Teil der nun laufenden Mitwirkung, hielten die Planer am Montag fest. (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 12.09.2018, 06:43 Uhr

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