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Nur zum alten Preis

Kinder aus ­benachteiligten Familien werden in Langenthal weiter gefördert. Eine ­Erhöhung der Beiträge ans Programm «Schrittweise» hat der Stadtrat aber abgelehnt.

Der Kern war am Montag praktisch unbestritten. Nur 8 von 38 Stadtratsmitglieder lehnten es ab, das Hausbesuchsprogramm «Schrittweise» für Kinder aus ­sozial benachteiligten Familien überhaupt weiter zu un­ter­stützen.

Bei der GLP/EVP-Fraktion war das Nein nicht etwa als Zeichen des Protests gegen das Projekt zu verstehen, sondern lediglich gegen dessen wiederum nur befristete und finanziell eingeschränkte Weiterführung.

Maximal 50'000 Franken

Nach acht Jahren, in denen das Frühförderprogramm schon zweimal verlängert wurde, hätte der Gemeinderat dieses nun dauerhaft einführen wollen. Weil anfängliche Beiträge von Dritten jetzt teils wegfallen, hätten die Anteile der Stadt an die jährlichen Programmkosten dabei von heute 50'000 auf neu 75'000 Franken erhöht werden sollen (bei Totalkosten von 125'500 Franken).

Es handle sich um eine Investition, verwies Sozialvorsteher Michael Witschi (FDP) auf den Nutzen des Programms, dank der spätere Fremdplatzierungen verhindert werden könnten.

EVP/GLP und SP/GL hatten dem nichts entgegenzusetzen. Auch die Liberalen stellten den Nutzen von «Schrittweise» an sich nicht infrage. Mit der SVP beharrten sie allerdings darauf, dass die Gelder dafür weiterhin befristet gesprochen würden.

Und dass sie auf das bisherige jährliche Maximum begrenzt bleiben. Mit 20 zu 18 Stimmen konnten sich das bürgerliche Lager knapp durchsetzen. Damit wird «Schrittweise» vorerst nur bis Sommer 2021 fortgesetzt.

khl

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