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Neue SRF-Serie setzt auf Songs aus Langenthal

Rosin, Masi, Orlando Menthol: In der neuen ­SRF-Serie «Seitentriebe» ist lokales Musikschaffen rege vertreten. Denn auch die Wurzeln des Music Supervisor reichen zurück in die Region.

Nele und Gianni, die beiden Hauptfiguren der SRF-Serie «Seitentriebe»
Nele und Gianni, die beiden Hauptfiguren der SRF-Serie «Seitentriebe»
Nikkol Rot Fotografie

Als Ende Februar die erste Folge der neuen SRF-Serie «Seitentriebe» in die Schweizer Stuben flimmerte, war darin auch ein Stückchen Oberaargau mit von der Partie. Unter anderem Klänge von Orlando Menthol, dem Elektro­projekt von Rapper Knackeboul und Produzent Simon Kallweit, nämlich waren es, die die Bilder musikalisch untermalten. Und es würden in den noch anstehenden Folgen weitere Vertreter des ­lokalen Musikschaffens auftreten in der Fernsehserie, sagt ­Music Supervisor Pirmin ­Marti: das Projekt Rosin des ­ehemaligen Langen­tha­lers und Mundar­tisten-Schlag­zeugers Jonas «Kwest» Leuen­ber­ger sowie der Langenthaler Musiker und ­Piazzetta-Wirt Marcel «Masi» Marti.

Das kommt nicht ganz von ungefähr. Pirmin Marti hat selber lange in Langenthal gelebt, wo er mit seinem Namensvetter Marcel Marti wohnte und arbeitete und ab und an im damaligen CU2 als DJ fungierte. Seit rund 20 Jahren ist er nun in San Diego (USA) daheim. Nach wie vor kehre er aber einmal im Jahr auf einen Besuch zurück, sagt er. Und hat die lokale Musikszene nicht aus den Augen verloren. Logisch von daher, dass in seine engere Auswahl für «Seitentriebe» auch Songs einflossen, die ebenfalls nach Langenthal führen.

Erstmals nur Bestehendes

Viel aussergewöhnlicher ist ­offenbar, dass eine solche Auswahl an bereits vorhandenem Songmaterial überhaupt zustande kommen konnte. «‹Seitentriebe› ist die erste SRF-Serie, die komplett auf bestehende Musik setzt», erklärt Pirmin Marti. «Bis anhin wurde die Musik immer von einem Filmkomponisten oder einer Filmkomponistin speziell auf ein Bild komponiert.»

Es sei ein langer Prozess gewesen, bis die Musik zu «Seiten­triebe» schliesslich zusammengestellt war. «Man probiert sicher Hunderte wenn nicht bis zu über tausend Songs aus», sagt Marti. Eine entscheidende Rolle bei der definitiven Auswahl eingenommen habe neben Autorin und ­Regisseurin Güzin Kar der Editor Simon Gutknecht. Auch er ist ein ehemaliger Langenthaler. ­Bewusst geworden sei ihnen die ­gemeinsame Herkunft allerdings erst nach Abschluss der eigent­lichen Arbeit, erzählt Pirmin Marti. Da erst habe Gutknecht auch ­realisiert, wie viel Langenthal in den ausgewählten Songs steckt.

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