Nächste Etappe für den Ortskern

Herzogenbuchsee

Das Bahnhofgebiet Ost soll verdichtet und dadurch urbaner werden. Nun wird hierfür ein Masterplan erarbeitet. Der Gemeinderat hat kürzlich den nötigen Kredit bewilligt.

  • loading indicator

Dem heutigen Bahnhofquartier Ost in Herzogenbuchsee stehen grosse Veränderungen bevor. Die Gemeinde möchte das Quartier verdichten und mit einer Unterführung mit den als Folge der Ortsplanung neuen Überbauungen, die dereinst westlich der Bahn entstehen, verbinden. Buchsi soll zwischen den neuen Quartieren im Westen, dem Bahnhof und dem historischen Dorfkern urbaner werden (wir berichteten).

Für die Neugestaltung des Quartiers Ost soll nun in einem nächsten Schritt ein Masterplan erarbeitet werden. Denn: Eine konkrete Planungsgrundlage fehlt bisher. Im Masterplan sollen nun die städtebaulichen Überlegungen mit den Betrachtungen zum Aussenraum und zum Verkehr ergänzt werden. Das entspricht auch den Forderungen der Denkmalpflege, die ein Gesamtkonzept verlangt.

Mehr Infos benötigt

Auch bei der Frage nach der künftigen Gestaltung des eigentlichen Bahnhofareals samt Bahnhofplatz soll eine Gesamtübersicht in Form eines Masterplans helfen. Wollen doch die SBB den Bahnhof bis spätestens in fünf Jahren sanieren und behindertengerecht umbauen. Im Frühling 2016 hat der Gemeinderat einen Planungsauftrag vergeben und dafür einen Kredit von 120 000 Franken gesprochen. Die Resultate eines Workshops vor einem Jahr hätten aber gezeigt, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde, dass es mehr Infos brauche.

So stelle sich beispielsweise die Frage nach dem künftigen Busbahnhof, der ebenfalls behin­dertengerecht gestaltet werden muss. Ein Vorhaben, das am jetzigen Standort aus Platzgründen an Grenzen stossen dürfte. Entsprechend müsse die Idee geprüft werden, ob die Busse, zumindest Richtung Solothurn, künftig auch auf der Westseite der Bahn halten könnten. Das wiederum hänge ab von der Planung der Personenunterführung, die Ost und West verbindet.

Drei Workshops

Erarbeitet werde der Masterplan, heisst es, im Rahmen eines so­genannten Gutachterverfahrens. Die Gemeinde und der Kanton, namentlich die Denkmalpflege und das Amt für Gemeinden und Raumordnung, sowie externe Fachexperten würden den Entwurf des Masterplans begleiten, wobei die Resultate schrittweise an drei Workshops besprochen und hinterfragt werden sollen. Die Vorteile dieses Vorgehens lägen in den verhältnismässig geringen Kosten, einem zeitspa­renden, koordinierten Vorgehen, einem frühzeitigen Einbezug aller wichtigen Akteure und dem direkten und unkomplizierten Wissenstransfer zwischen den Fachleuten.

Für die Durchführung des Verfahrens hat der Gemeinderat ­Ende Oktober einen Kredit von 94 000 Franken genehmigt. Die Finanzierung soll zulasten der Spezialfinanzierung Planungsmehrwert erfolgen. Möglicherweise könnten später noch Kantonsbeiträge geltend gemacht werden, heisst es.

pd

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt