Mittel wären vorhanden

Wynau

Bis zu 4,8 Millionen Franken würde eine neue Turn­halle kosten. Damit 2020 die Bagger auffahren könnten, will der Wynauer Gemeinderat nun die Weichen stellen.

So sehen die Pläne des Gemeinderates für die neue Turnhalle aus.

So sehen die Pläne des Gemeinderates für die neue Turnhalle aus.

Insbesondere seitens der örtlichen SP wird das Problem schon lange beklagt: Eine Mehrzweckhalle sucht man in Wynau vergebens. Grössere Anlässe führen die lokalen Vereine in der Turnhalle durch. Das führt, gerade wenn extra eine Bühne aufgestellt und Mobiliar herbeigeführt werden muss, für die in der Regel ehrenamtlichen Veranstalter zu einem enormen Aufwand.

Das Nein vor fünf Jahren

Gestützt auf eine Umfrage bei den Vereinen hat die SP vor fünf Jahren deshalb eine Mehrzweckhalle gefordert. Das Ergebnis der darauffolgenden Urnenabstimmung war allerdings ernüchternd: Bei einer Stimmbeteiligung von immerhin fast 50 Prozent haben nur 28 Prozent für einen entsprechenden Projektierungskredit gestimmt. Die Mehrheit folgte damit dem Antrag des Gemeinderates, der sich angesichts der anfallenden Kosten klar gegen eine solche Halle ausgesprochen hatte.

Wollten die Wynauer und Wynauerinnen eine Mehrzweckhalle bauen, hiess es damals, müssten die Steuern zwangsläufig um ein oder zwei Zehntel erhöht werden.

Bühne ist denkbar

Eine Mehrzweckhalle im eigentlichen Sinn: Sie steht in Wynau auch 2018 nicht wirklich zur Debatte. Allerdings zieht das Vorprojekt für eine neue Turnhalle, das die Exekutive der letzten Gemeindeversammlung vorgestellt hat, den Einbezug einer mobilen Bühne in Betracht. So sollen die Stimm­be­rechtigten voraussichtlich 2019 sowohl über eine Va­riante ohne als auch eine mit mobiler Bühne befinden können an der Urne. Der Gemeinderat trage damit einem vielfach geäusserten Wunsch aus der Bevölkerung Rechnung, sagte Finanzminister Peter Gerber (BFW) damals.

Mit zusätzlichen 430 000 Franken rechnet der Gemeinderat bei der Variante mit Bühne. Die Gesamtkosten würden sich dann auf rund 4,8 Millionen Franken belaufen. Ob eine solche Investition eine Steuererhöhung mit sich bringen würde, ist offen. Im Finanzplan sind für die Turnhalle 4 Millionen reserviert. «Wir sind aber insofern auf der sicheren Seite, als dass wir eine hohe Liquidität haben», verweist Gerber auf flüssige Mittel von aktuell mehr als 7 Millionen Franken.

Neuer Raum in der alten Halle

Nach Vorliegen des Vorprojekts (siehe Kasten), will der Gemeinderat nun die Pflöcke einschlagen für das weitere Vorgehen. Im Zentrum steht dabei auch die Frage, was im Falle eines Neubaus aus der bestehenden Turnhalle werden soll. Sie wurde 1939 ans 1905 erstellte Schulhaus angebaut und gilt mit diesem zusammen als erhaltenswert.

Es sei durchaus eine Option, dass die alte Halle fortan als Vereinssaal dienen könnte, sagt Peter Gerber. Eine Expertise solle aufzeigen, was vom Bau her möglich sei. Sodann werde sich die bereits für das Vorprojekt eingesetzte Arbeitsgruppe mit der weiteren Nutzung befassen. «Dabei wollen wir auch die Vereine und die Nachbarschaften miteinbeziehen», sagt Gerber. Die Arbeitsgruppe werde deshalb um ein Mitglied der Musikgesellschaft sowie ein bis zwei Lehrkräfte erweitert.

Langenthaler Tagblatt

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