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Kultureller Austausch in einem offenen Rahmen

Jeden zweiten Mittwochnachmittag treffen sich Asylsuchende und Einheimische im Café Kunterbunt zum gemeinsamen Kaffeetrinken, Kuchenessen und Spielen.

Barbara Sägesser (links) kann im Tierlihuus jeweils auch Kinder aus dem Asylzentrum begrüssen.
Barbara Sägesser (links) kann im Tierlihuus jeweils auch Kinder aus dem Asylzentrum begrüssen.
Thomas Peter

Im Gemeindeteil des Aarwanger Tierlihuus sitzen am letzten Mittwochnachmittag etwa zehn Personen zusammen, trinken Kaffee, unterhalten sich, spielen ein Brettspiel. Die Kinder lösen Hausaufgaben, wobei die ganze Gruppe gerne behilflich ist (soweit die unterschiedlichen Sprachen das zulassen), basteln oder spielen mit den angebotenen Spielsachen.

Obwohl wegen des schlechten Wetters nicht so viele Leute den Weg ins Café Kunterbunt gefunden haben, geht es bewegt zu und her: Hier muss man einem Papierflieger ausweichen, da freut sich jemand über den Sieg im Kartenspiel.

Und man unterhält sich trotz der teilweise ­beträchtlichen sprachlichen Barrieren. Wenn es sein muss, mit Händen und Füssen oder Stift und Papier.

Jeder kann sich einbringen

Das Café Kunterbunt ist das neueste Projekt des Vereins Zusammen Aarwangen, der bereits mehrere Projekte zur Förderung eines aktiven Zusammenlebens der Asylsuchenden und der ansässigen Bevölkerung ins Leben gerufen hat.

Es findet zum Beispiel regelmässig ein gemeinsames Fussballtraining statt, das eine spie­lerisch sportliche Begegnung ­ermöglicht. Und auch ein Gartenprojekt, bei welchem die Asylsuchenden eigenes Gemüse und Blumen anpflanzen können, wird vom Verein organisiert.

«Mit dem Café wollten wir nun bewusst einen sehr offenen Rahmen schaffen, in dem sich Dorfbewohner und Asylsuchende etwas besser kennen lernen können», sagt Barbara Sägesser, die das Café an diesem Tag betreut.

Jeder könne sich einbringen. Vor ein paar Wochen hätten zum Beispiel zwei Frauen aus dem Flüchtlingszentrum Kuchen gebacken und mitgebracht.»

Engagierte Leute

«Ich komme vor allem ins Café, um neue Leute zu treffen», meint auch Bourma Rezik. Der Sudanese ist seit 21 Monaten in der Schweiz. «Viele kommen aber auch her, damit die Kinder sich zum Spielen treffen können.»

«Es ist immer etwas wetterabhängig, wie viele Leute wir hier haben», so Barbara Sägesser, «Heute ist es relativ kalt und bewölkt, da sind wir eher weniger Leute.» Bei schönem Wetter werde das Café stärker frequentiert. Dann wird auch noch der Garten genutzt. «Besonders die Kinder geniessen den zusätzlichen Platz zum Spielen und Toben.»

Doch auch bei Sonnenschein treffe man im Café Kunterbunt leider nicht so viele Leute aus dem Dorf an. «Es kommen vor allem die Leute her, die sich auch sonst schon in diesem Bereich engagieren und beispielsweise im Verein Zusammen Aarwangen tätig sind.

Für die Zukunft würden wir uns wünschen, dass auch die restliche Bevölkerung das An­gebot etwas mehr nutzt», so Barbara Sägesser.

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