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Kuh Haiti jagt die Rekorde

Keine lebende Holsteinkuh in der Schweiz hat in ihrem Leben bisher mehr Milch gegeben als die 18-jährige Haiti von Landwirt Markus Wyss. Diese geniesst auf ihre alten Tage eine Sonderbehandlung.

Zum Hof von Markus Wyss und seiner Familie gehört auch die Holsteinkuh Haiti. Diese hat in achtzehn Jahren bisher 180 000 Kilo Milch gegeben und geniesst nun in Grasswil ihren Lebensabend.
Zum Hof von Markus Wyss und seiner Familie gehört auch die Holsteinkuh Haiti. Diese hat in achtzehn Jahren bisher 180 000 Kilo Milch gegeben und geniesst nun in Grasswil ihren Lebensabend.
zvg / Holsteinzuchtverband

180 100 Kilo Milch, 6680 Kilo Fett und 5630 Kilo Eiweiss. So hoch ist bis heute die Leistung von Kuh Haiti. Das Tier von Landwirt Markus Wyss aus Grasswil liegt damit in der Schweiz bei den noch lebenden Holsteinkühen an der Spitze.

Dies ergab kürzlich eine der regelmässig stattfindenden Kontrollen. Zudem wäre ein weiterer Rekord möglich: Die höchste Leistung liegt bei rund 185 100 Kilo Milch. «Das ist machbar. Haiti befindet sich in einem guten Zustand», sagt Wyss. Zum Vergleich: Holsteinkühe werden bereits ab 100 000 Kilo für ihre Leistung geehrt. Kühe mit 180 000 Kilo würden sich in der Schweiz an einer Hand abzählen lassen, erklärt der Landwirt.

Auch im hohen Alter

Haiti wurde am 21. April 1998 geboren und hat seither elfmal gekalbt. Sie befindet sich demzufolge in ihrer elften Laktation, also in der Phase nach der Geburt des Jungtiers, in der sie Milch gibt. Eine solche Standardlaktation dauert in der Regel 305 Tage.

Bei Haiti allerdings liegt das letzte Kalben mittlerweile über zwei Jahre zurück. Und trotzdem gibt sie immer noch Milch. «Das ist aussergewöhnlich», findet ihr Besitzer. Er und seine Familie wurden vom Schweizerischen Holsteinzuchtverband jetzt für ihr gutes Herdenmanagement gelobt – hierzu gehören unter anderem die Haltung und die Fütterung der Tiere.

Haiti, sagt Wyss, widerlege die vielfach geäusserte Behauptung, dass Kühe mit einer hohen Leistung weniger alt würden. So habe sich bei seiner Kuh schon früh ­abgezeichnet, dass sie ein hohes Alter erreichen könnte. Haiti war nie krank und hatte keine Bein- oder Fruchtbarkeitsprobleme.

Zudem liegt bei ihr das hohe Alter in der Familie: Ihre Mutter wurde zwanzig Jahre alt und gab selbst insgesamt 120 000 Kilo Milch. Vor rund zweieinhalb Jahren entschloss Familie Wyss deshalb auch, Haiti nicht in den Schlachthof zu geben und auch nicht mehr zu besamen. Sie lebt seither in einer Einzelbox mit Auslauf. «Sie soll nun ihren Lebensabend geniessen», sagt Wyss. Haiti sei mittlerweile fast zum Haustier geworden. Als solches sei sie Teil der Familie.

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