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Krachende Sumpf-Fahrt kommt Fasnächtler teuer zu stehen

Mit seinem knallenden Lieferwagen wollte ein Fasnächtler die Fasnacht 2012 einläuten. Weil er dabei alkoholisiert war, muss er nun eine Geldstrafe von 5000 Franken bezahlen. Dies hat das Bundesgericht entschieden.

Das ist nur ein Symbolbild (aber so stellt man es sich etwa vor).
Das ist nur ein Symbolbild (aber so stellt man es sich etwa vor).
Marcel Bieri

Er wollte es so richtig krachen lassen. Zum Fasnachtsauftakt im November 2012 fuhr ein Mann in der Region Huttwil mehrmals mit einem Lieferwagen durch die Gegend. Er verhielt sich dabei nicht gerade unauffällig. «Durch Entzündung eines Gas- und Luftgemisches in dafür präparierten Metallrohren» liess er es mehrfach knallen. Das schreibt das Bundesgericht in seinem heute publizierten Urteil.

Zunächst hatte sich der Mann vor der Polizei versteckt, um einer Blutentnahme zu entgehen. Als sich der Tag dem Ende neigte, stand jedoch die Polizei vor der Haustür des Lieferwagen-Fahrers. Um 23:15 Uhr folgte die Blutentnahme im Spital.

Die Blutanalyse zeigte, dass der Fasnächtler eine Blutalkoholkonzentration von 1,88 Promille aufwies. Der Fahrzeuglenker sagte, dass er erst nach seinen Fahrten mit dem Fasnachtswagen getrunken habe - und zwar von 21 bis 21.45 Uhr einen Liter Bier und 4 bis 6 Deziliter Schnaps.

Eine sogenannte Begleitstoffanalyse zeigte gemäss Bundesgericht jedoch, dass die «Nachtrunkbehauptung» des Beschwerdeführers nicht stimmen kann. Vielmehr sei von einem anhaltenden Bierkonsum auszugehen. Hätte der Mann Schnäpse getrunken, wäre die Begleitstoffanalyse anders ausgefallen.

Sämtliche Rügen zur Begleitstoffanalyse und weiteren Punkten hat das Bundesgericht abgewiesen. Es bleibt damit bei der Geldstrafe von total 5000 Franken und einer Busse von 300 Franken wegen Führens eines Motorfahrzeugs in qualifiziert angetrunkenem Zustand, Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit und weiteren Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung.

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