Zum Hauptinhalt springen

Knapper geht es nicht

Karl Friedli wird neuer Gemeindepräsident von Bannwil. Mit nur einer Stimme Vorsprung ist er aus der Kampfwahl gegen Marc Trinkler als Sieger hervorgegangen.

Karl Friedli (rechts) steht ab 2019 an der Spitze der Gemeinde; Marc Trinkler hat die Wahl knapp verpasst.
Karl Friedli (rechts) steht ab 2019 an der Spitze der Gemeinde; Marc Trinkler hat die Wahl knapp verpasst.
PD/Thomas Peter

Beide hatten sie sich bezüglich ihrer Chancen im Vorfeld bedeckt gehalten. Wie recht sie damit hatten, zeigte der Wahlausgang vom Sonntag. Nur eine einzige Stimme gab bei einer hohen Wahl­beteiligung von 62 Prozent letzten Endes den Ausschlag, wer ab 1. Januar als neuer Gemeindepräsident von Bannwil amtet.

Es ist Karl Friedli. 141 Bannwiler haben dem heutigen Baupräsidenten ihre Stimme gegeben. 140 Stimmen erzielte der amtierende Vizegemeindepräsident Marc Trinkler. Es sei das wohl knappeste Ergebnis, das man überhaupt je verzeichnet habe bei Gemeindewahlen, sagte Interimsgemeindeverwalter Markus Friedli. Die Ergebnisse seien vom Wahlausschuss denn auch mehr als nur zweimal auf deren Richtigkeit überprüft worden.

«Knapper gehts nicht», konstatierte am Sonntag auch Karl Friedli, dessen Kandidatur für viele doch überraschend kam. Zumal Marc Trinkler, der nach zwölf Jahren im Gemeinderat nur noch als Präsident hätte weitermachen können, für das Amt bereits gesetzt zu sein schien (wir berichteten).

Er habe seine Chancen tatsächlich nie recht einschätzen können, so Friedli, der dem Gemeinderat seit vier Jahren angehört. Als Burger und Mitglied der Musikgesellschaft ist der 40-Jährige im Dorf fest verankert. Dennoch habe er seines Sieges nicht sicher sein können, betonte er am Sonntag wiederholt. Über den Wahlausgang sei er erfreut und erleichtert zugleich. Gleichzeitig zeige das dermassen knappe Ergebnis, dass auch die Arbeit seines Kontrahenten gewürdigt worden sei.

Mit Vakanz ins neue Jahr

Für Marc Trinkler, er weilt derzeit in den Ferien, ist dies freilich nur ein schwacher Trost. Zwar hatte sich auch der 50-Jährige im Vorfeld eines Sieges nie sicher gezeigt. Bei einem so knappen Ausgang handle es sich an sich aber um ein reines Zufallsergebnis, sagte er am Sonntag.

«Er ists. Ich bins nicht.»

Marc Trinkler

«Ich bin schon ein bisschen irritiert, das kann ich nicht verhehlen.» Dennoch halte sich die Enttäuschung in Grenzen. «Er ists. Ich bins nicht.» Auch damit habe er rechnen müssen. Jetzt sei er vor allem froh, dass es vorbei sei.

Für Marc Trinkler ist das Kapitel Gemeindepolitik Ende Jahr damit vorerst abgeschlossen. Sein Ausscheiden bedeutet aber auch, dass die Exekutive mit einer Vakanz ins neue Jahr starten wird. Die vier normalen Gemeinderatssitze sind im Vorfeld des Urnengangs am Sonntag bereits in stiller Wahl neu bestellt worden – wobei Karl Friedli als einfaches Ratsmitglied bestätigt worden war. Seinen Sitz im Gemeinderat gilt es nun anderweitig zu besetzen. Wann dies geschehen soll, ist noch offen.

Komplett ins neue Jahr starten kann indes die Umweltkommission. Weil bis zum Ablauf der Eingabefrist nicht genügend Wahlvorschläge vorgelegen sind, konnten in stiller Wahl im Vorfeld erst drei der vier Sitze vergeben werden. Für den vierten Sitz kam es am Sonntag so zur freien Wahl, bei der es alle Stimmberechtigten hätte treffen können.

Es seien denn auch tatsächlich verschiedenste Namen aufgeführt worden, sagte Interimsgemeindeschreiber Markus Friedli. Mehr als maximal drei Stimmen habe allerdings keiner jener Spontanvorschläge verbucht. Es war so der vom Gemeinderat kurzfristig vorgeschlagene Ma­thias Bürge, der die Wahl mit 84 Stimmen deutlich gewann.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch