Immer mehr und neue Brotsorten

Lotzwil

Die Aeschlimann-Mühle AG wächst weiter. Für zwei Neubauten will das Unternehmen nun über 800'000 Franken ­investieren. Auch personell sieht es für die Zukunft gut aus.

Geschäftsleiter Peter Aeschlimann freut sich: Die Mühle in Lotzwil ist solide aufgestellt. Nun benötigt sie zusätzlichen Platz.

Geschäftsleiter Peter Aeschlimann freut sich: Die Mühle in Lotzwil ist solide aufgestellt. Nun benötigt sie zusätzlichen Platz.

(Bild: Thomas Peter)

«Ja, uns geht es gut», sagt Peter Aeschlimann, Geschäftsleiter der familieneigenen Aeschlimann-Mühle AG in Lotzwil. Der Geschäftsgang sei solide. «Wir haben Kunden, die immer grösser werden, und wir dürfen mitwachsen.» Das heisst, es werden immer neue Brotsorten angeboten, was wiederum bedingt, dass die Mühle mehr Rohprodukte und Mehlsorten vor Ort lagert.

Das Unternehmen baut eine neue Lagerhalle an der Huttwilstrasse. Diese wird 25 Meter lang, 20 Meter breit und 8 Meter hoch und kommt neben die bereits 2011 gebaute Halle zu stehen. Die Investitionen belaufen sich hier auf rund 580'000 Franken. Auf dem firmeneigenen Land könnte dereinst sogar im besten Fall eine dritte Lagerhalle gebaut werden. Dafür sei damals die Überbauungsordnung geplant worden, sagt Peter Aeschlimann.

Eine von nur drei Frauen

Auf dem Areal am Alleeweg in Lotzwil baut Aeschlimann zudem weitere, 16 Meter hohe Silos neben dem Kubus. Dafür investiert er rund 250'000 Franken. In beiden Lagern werden einerseits Rohstoffe wie Schrot, Körner und Flocken, andererseits die gemischten Endprodukte gelagert.

Das Getreide stammt zu hundert Prozent aus inländischem Anbau, Suisse-Garantie-zertifiziert. «Dieses konnte noch vor der Trockenheit geerntet werden, sodass wir in der Schweiz mit sehr guten Rohstoffen arbeiten können», sagt der 50-jährige Geschäftsleiter.

«Sohn Luca muss schon bald für die Abschlussprüfungen lernen.»Peter AeschlimannGeschäftsleiter

«Immer neue Produkte heisst für uns viel Entwicklungsarbeit», so Aeschlimann weiter. Deshalb ist es ihm ein grosses Anliegen, auf hohem Niveau selber Müller auszubilden. «Ganz besonders freut uns, dass mit ­Fabienne Lanz kürzlich eine motivierte junge Frau ihre Lehre begonnen hat.»

Sie ist eine von nur gerade drei Frauen in der Schweiz, die diese Berufsausbildung wählten. Neben Fabienne Lanz absolvieren zwei junge Männer diese Ausbildung in der Aeschlimann-Mühle AG. Schade sei nur, dass viele von ihnen später einen Zweitberuf lernen und ausüben würden, bedauert Aeschlimann. Als Grund nennt er die auch in diesem Beruf hohe Automation.

Neue Generation steht bereit

Viel Freude bereitet Aeschlimann sein bald 18-jähriger Sohn Luca, der immer noch Freude am Müllerberuf habe. «Er ist jetzt im dritten Lehrjahr und muss schon bald für die Abschlussprüfungen lernen», sagt er und strahlt übers ganze Gesicht. Noch arbeitet der Sohn in einer anderen Mühle. Aber mit Luca Aeschlimann wird dereinst die sechste Generation den Familienbetrieb übernehmen.

Langenthaler Tagblatt

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