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Gemeinde-Initiative für weniger Tempo

Am Freitag geschah in Attiswil Einmaliges: Zwei Einwohner reichten eine Gemeindeinitiative ein. Sie verlangen die Einführung einer Tempo-30-Zone.

Wohl eine Premiere: Gemeinderat Sandro Cimeli und Peter Zysset über­geben Gemeindeschreiberin Christine Käser ihre Initiative.
Wohl eine Premiere: Gemeinderat Sandro Cimeli und Peter Zysset über­geben Gemeindeschreiberin Christine Käser ihre Initiative.
Olaf Nörrenberg

Niemand kann sich in Attiswil auf Anhieb erinnern, dass schon einmal eine Gemeindeinitiative eingereicht worden wäre. Am Freitag war es so weit. Gemeinderat ­Sandro Cimeli und sein Vorgänger Peter Zysset überreichten ­Gemeindeschreiberin Christine ­Käser 125 Unterschriften. 105 wären laut den Initianten notwendig gewesen.«Das Sammeln der Unterschriften gestaltete sich recht einfach», sagt Peter Zysset, «die meisten stammen aus denjenigen Strassen, wo wir die Tempo-30-Zone einführen möchten.»

Laut Zysset, der selber lange im Gemeinderat sass, sind Tempo­limiten in Attiswil nach einer Abstimmung vor rund 13 Jahren für einige ein rotes Tuch. Wären die Unterschriften nur als Petition eingereicht worden, dann hätte der Gemeinderat Spielraum, das Anliegen als unnötig zu bezeichnen oder auf die lange Bank zu schieben. Mit dem ungewohnten Mittel der Initiative sollen nun eine Traktandierung und eine Abstimmung an der Gemeindeversammlung im Frühjahr erzwungen werden.

Den Initianten geht es vor allem um die Sicherheit rund um den Kindergarten an der Seiler­strasse. Tempo 30 soll aber auch für die Kreuzstrasse und den Wiesenweg gelten.

Gemeindepräsident Daniel Zumstein hatte bereits früher erklärt, er glaube nicht daran, dass die Initiative bei der Bevölkerung grosse Chancen habe. Er war am Freitag nicht erreichbar.

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