Lotzwil

Geldsuche für neue Rothornhütte beginnt

Lotzwil Der SAC Oberaargau hat in Zermatt das Baugesuch für die neue Rothornhütte eingereicht. Bereits Ende Monat sollte die Baubewilligung vorliegen. Gebaut wird aber erst, wenn die notwendigen Millionen beisammen sind.

Die neue Rothornhütte des SAC Oberaargau soll auf einem Felssporn etwas unterhalb der alten Hütte  gebaut werden, wie diese Visualisierung zeigt.

Die neue Rothornhütte des SAC Oberaargau soll auf einem Felssporn etwas unterhalb der alten Hütte gebaut werden, wie diese Visualisierung zeigt. Bild: zvg

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Die oberhalb von Zermatt gelegene Rothornhütte ist ein Sanierungsfall. Der SAC Oberaargau will sie deshalb durch einen Neubau ersetzen. Ende 2016 hat die Oberaargauer Sektion des Schweizer Alpen-Clubs das Baugesuch eingereicht. Einsprachen sind keine eingegangen, wie der für das Projekt Zuständige Jörg Kohler letzten Freitag an der Generalversammlung des SAC Oberaargau in Lotzwil informierte. Der Verein muss indes noch einen Umweltschutzbericht nachreichen. Kohler erwartet die Baubewilligung bis Ende März.

2,5 bis 3 Millionen Franken

Doch gebaut wird frühestens 2018/2019. Denn zuerst muss der SAC Oberaargau die Finanzierung sicherstellen. Der Neubau der Hütte wird inklusive Abriss der alten 2,5 bis 3 Millionen Franken kosten. «Ein Drittel davon ist gesichert, der Rest muss noch beschafft werden», informierte Präsident Erich Altermatt. So will die SAC-Zentrale den Bau mit etwa einer halben Million Franken unterstützen.

Bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen stützten die anwesenden Mit­glieder den Vereinsvorstand in seinem Vorgehen und erteilten ihm den Auftrag, ein Finanzierungskonzept zu erstellen.

Für den SAC Oberaargau ist dies eine grosse Herausforderung. Mehr als 2 Millionen Franken sind für die Sektion mit ihren 1037 Mitgliedern kaum finanzierbar. Das Vereinsvermögen beträgt etwa 64'000 Franken. Im Hüttenfonds für die Rothornhütte befinden sich knapp 83'000 Franken.

Erst 2010 hat der SAC Oberaargau seine zweite Hütte, die Dossenhütte im Berner Oberland, für 995'000 Franken um- und ausgebaut. Der Hüttenbatzen von 20 Franken, der zur Finanzierung dieses Projekts zusätzlich zum Mitgliederbeitrag erhoben wurde, wird bis auf weiteres beibehalten – jetzt einfach für den Neubau Rothornhütte.

Risse, Zugbänder, Plumpsklo

Die bestehende Hütte auf 3198 Meter über Meer ist in desolatem Zustand. Sie steht auf schlechtem Grund und auftauendem Permafrost; die Fassade hat Risse, es braucht Zugbänder; das Dach ist undicht; innen ist es feucht, eine Heizung fehlt; die Fäkalien gelangen vom Plumpsklo ungereinigt in die Umwelt.

Die neue Hütte soll auf einem Felssporn etwas unterhalb des heutigen Standorts gebaut werden. Statt 68 wird sie noch 52 Schlafplätze haben.

Die Saison dort oben ist kurz: 2016 war die Hütte vom 6. Juli bis zum 15. September bewartet. In diesen 72 Tagen wurden 1272 (Vorjahr: 1253) Übernachtungen gezählt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.03.2017, 06:07 Uhr

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