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«Die Schule ist ganz klar keine Unternehmung»

«Am rich­tigen Ort»: Kaspar Stocker.

Herr Stocker, Sie sind vor einem halben Jahr von der BKW Energie AG zur Erziehungsdirektion gekommen. Haben Sie sich in Ihrer neuen Aufgabe überhaupt schon einleben können in dieser kurzen Zeit?

Sie sind ausgebildeter Lehrer, haben dem Schulbetrieb aber bald einmal den Rücken gekehrt. Warum?

Trotzdem sind Sie jetzt ins ­Bildungswesen zurückgekehrt. Warum?

«Es ist mir sehr wichtig, eine Arbeit ausüben zu können, die ich als sinnvoll erachte.»

Eine Rückkehr als Lehrer war aber keine Option für Sie?

Sie sagen, Sie seien im Schulinspektorat am richtigen Ort. Was ist Ihr erster Eindruck vom Oberaargau?

Kurz vor Ihrem Amtsantritt haben schwere Mobbingvorfälle an der Schule Roggwil Diskussionen ausgelöst. Solche Ereignisse stellen die Volksschule nicht gerade in ein gutes Licht. Was unternehmen Sie dagegen?

Sie sind offen für Kritik?

«Manchmal gelangen Eltern allerdings direkt ans Schulinspektorat, statt sich zuerst einmal mit der Schulleitung in Verbindung zu setzen.»

So oder so ist das Schulwesen im Wandel. Wo befinden sich im Oberaargau die grossen Baustellen?

Sind die Gemeinden mit ihren Aufgaben allein überfordert?

«Die bessere Entlöhnung in den Nachbarkantonen erschwert es insbesondere im Bereich der Speziallehrkräfte, Personal zu finden.»

Und wie wollen Sie dem ­entgegenwirken?

Der Mangel an Speziallehrkräften dürfte sich auch bei der Integration lernschwacher und behinderter Kinder bemerkbar machen. Wie stark?

«Veränderung ist in der Regel die beste Vorbereitung auf die nächste Veränderung.»

Woran liegt das?

Vor zehn Jahren standen aufgrund kleinerer Jahrgänge plötzlich überall Klassenschliessungen an. Die Schulen wurden vielerorts zentralisiert. Jetzt wird zum Beispiel in Wynau wieder eine eigene Oberstufe eingeführt, und am bisherigen gemeinsamen Schulstandort Roggwil ist man sogar froh darum. Geht der Trend nun wieder in Richtig Dorfschule?

Sie plädieren also eher für eine Zusammenarbeit als für den Alleingang einzelner Gemeinden?

Hier spricht jetzt aber der Betriebswirtschafter. Sie sehen die Schule als Unternehmen?