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Freundlichkeit auf die Fahne schreiben

Ein höheres Defizit als erwartet schreibt die Langenthaler Stadtvereinigung. An ihrer Hauptversammlung blickt sie sonst aber auf ein gutes Geschäftsjahr zurück.

«Märitgass 2020»: Noch verzögert sich der zweite Zwischenbericht zur ­Umsetzung konkreter Massnahmen in den Einkaufszonen.
«Märitgass 2020»: Noch verzögert sich der zweite Zwischenbericht zur ­Umsetzung konkreter Massnahmen in den Einkaufszonen.
Marcel Bieri

Digitalisierung, Digitalisierung – Peter Frei kann den Begriff nicht mehr hören. Onlineanbieter und Einkaufstourismus hätten die Ladenbesitzer in der Stadt auch 2017 wieder stark beschäftigt. «Wir versuchen weiterhin, diesem Trend entgegenzuwirken», sagt der Präsident der Stadtvereinigung Langenthal (SVL) an seiner ersten Hauptversammlung in diesem Amt. Wie also lässt sich die Digitalisierung gut überstehen? Mit einem Lächeln. «Wir müssen uns die Freundlichkeit noch mehr auf die Fahne schreiben», sagt Frei.

Gutscheine an Gewerbeverein

Trotzdem sei 2017 für die SVL ein gutes Jahr gewesen. Finanziell schliesst die Rechnung mit einem Defizit von 13'257 Franken um ­etwa 3000 Franken schlechter ab als budgetiert. Unter anderem trugen höhere Ausgaben an der letzten Stärne-Wiehnacht dazu bei. Ansonsten seien die Beträge aber relativ stabil. Die 35 anwesenden Stimmberechtigten segnen die Rechnung ohne Einwände einstimmig ab.

Als positiv wertet Frei, dass die SVL mit der Stadt näher zusammengerückt sei – obwohl es dann und wann Meinungsverschiedenheiten gegeben habe. «Dieses Zusammenspiel, auch mit dem Gewerbeverein und dem SC Langenthal, zeigt für uns bereits eine positive Wirkung.» Positiv etwa ist, dass der Gewerbeverein nun auch den Gutscheinhandel der SVL übernommen hat. «Mit so vielen Involvierten war dieser Prozess allerdings nicht ganz einfach», gibt Frei zu.

Sowieso sind diese Gutscheine nach wie vor beliebt. Nach starkem Anstieg seit der Lancierung im Jahr 2008 stagnierte die Zahl zwar in den letzten drei Jahren und ist sogar leicht rückläufig. Trotzdem wurden 2017 nicht weniger als 419 975 Gutscheine verkauft. Die SVL wertet den Handel dieser Scheine daher als gutes Marketinginstrument. Und Frei fügt an: «Je mehr Gutscheine verkauft werden, desto mehr Umsatz bleibt auch in Langenthal.»

«Dachte, es gehe schneller»

Um die Marktgasse und die Stadt ganz allgemein als Einkaufsort aufzuwerten, hat die SVL das Projekt «Märitgass 2020» gestartet. Die geplanten Massnahmen wurden dabei in zwei Prioritäten unterteilt. Ein Bericht für die A-Prioritäten erschien bereits letzten Herbst, derjenige für die B-Prioritäten war eigentlich für diesen März geplant. Man habe zwar alle Beteiligten an einen Tisch bringen können, aber durch die hohe Arbeitsbelastung sei es schwierig gewesen, einen geeigneten Termin zu finden, sagt Frei. «Ich dachte eigentlich auch, dass es schneller gehen würde.»

Nun wird sich noch die Stadt einbringen und mitteilen, ob sie die vorgeschlagenen Massnahmen denn auch weiterverfolgen will. Danach will die Stadtvereinigung in den nächsten Monaten die weiteren Schritte kommunizieren. Am Ende seiner ersten Hauptversammlung sagt Frei: «Das Arbeiten Hand in Hand hat mir gezeigt, dass wir in Langenthal viel bewegen können.»

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