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Es «fasnächtelt» schon sehr

Die fünfte Jahreszeit steht vor der Tür. Freitagbend werden in Herzogenbuchsee die Narren darauf eingestimmt. Die IG Fasnacht freut sich: Die Beteiligung im Dorf wächst. Auch wenn immer noch Guggen gesucht werden.

Sie werden wieder den Umzug anführen: Die einheimischen Oldies. Die Buchsi Schränzer hingegen fehlen als Gugge erneut.
Sie werden wieder den Umzug anführen: Die einheimischen Oldies. Die Buchsi Schränzer hingegen fehlen als Gugge erneut.
Olaf Nörrenberg

«Ich hoffe, dass um die zwei­hundert Leute den Weg ins Kornhaus finden werden.» Die Vorfreude bei Felix Wüthrich von der Fasnachtsclique Glöön auf die fünfte Jahreszeit in Herzogenbuchsee ist gross. Zusammen mit seinen Helfern steckt er derzeit mitten in den Vorbereitungen für das Glöönfescht, das heute in der sogenannten Kornhaus-Arena über die Bühne geht.

Speziell in diesem Jahr: Die Vorfasnacht, die zum 27. Mal stattfindet, wird bereits zum 20. Mal von den Glöön organisiert. Es ist aber erst das dritte Mal nach einer längeren Pause, welche sie sich nach der Fasnacht 2008 genommen hatten. Die 1992 gegründete Gruppe, die mittlerweile nur noch aus einem Trio besteht, zu ihren besten Zeiten aber zehn Mitglieder zählte, freut sich, dass sie für die Jubiläumsausgabe gleich vier Guggen gewinnen konnte. So viele wie noch nie. Mit dabei sind etwa die einheimischen Oldies und die Langenthaler Gruppe Alptroum. Schliesslich sei es nie einfach, Guggen für das «Fescht» zu finden, sagt Wüthrich. «Diese sind dann meist schon ausgebucht.» Los geht es mit der vorfasnächtlichen «Düredräiete» ab 16. 30 Uhr.

Viele Lokale

Der eigentliche Startschuss zur Fasnacht erfolgt dann am 15. Fe­bruar, ausnahmsweise bereits an einem Donnerstag. Wegen Terminüberschneidungen musste der Kindermaskenball im Jugendhaus um einen Tag vorverlegt werden. Für die Erwachsenen beginnt das närrische Treiben unter dem Motto «Buchsi dräit düre» schliesslich am Freitag mit der Beizenfasnacht. Und diese hat es heuer in sich: Gleich neun Lokale beteiligen sich daran. Darunter vier, die neu oder nach einem Unterbruch wieder ihre Türen für die Fasnächtler öffnen: das Restaurant National, der Kreuzkeller, das Irish Pub und das Restaurant Bad.

«Dieser Zuspruch von den Beizen freut uns natürlich sehr», sagt Andreas Indermühle, Präsident der Interessengemeinschaft Fasnacht. Schliesslich verfolge man mit einer gut aufgestellten Beizenfasnacht die Absicht, auch die Jungen wieder ins Dorf zu ­holen. Das Ziel der vor einigen Jahren neu formierten IG ist es, dem Event neues Leben einzuhauchen.

Ihre Arbeit habe bereits Früchte getragen, sagt der Präsident. «Es ist eine Aufbruchstimmung festzustellen.» Was sich auch darin äussere, dass bereits wieder siebzehn Nummern für den Umzug am Samstagnach­mittag angemeldet worden seien. Angeführt wird dieser auch in diesem Jahr von den Oldies. Felix Wüthrich, selbst IG-Vorstandsmitglied, bestätigt diese Ein­drücke: «Die Fasnacht lebt. Sie ist halt einfach nicht so gross.»

Und einiges ist auch noch ausbaubar: So hat Andreas Indermühle eigentlich den Wunsch, den Event mit zusätzlichen An­geboten auszubauen, so etwa mit einem grossen Maskenball. «So weit sind wir aber noch nicht. Diese Idee steckt noch in den Kinderschuhen. Nun geht es erst einmal darum, die Fasnacht zu etablieren.»

Mit einem Wagen dabei

Dazu beitragen sollen auch die Guggen: Während es aber am Freitag und für den Umzug sowie das Konzert im Park diesbezüglich gut aussieht, werden für den Samstagabend immer noch Gruppen gesucht. So werden am Umzug und am Konzert jeweils sechs Guggen aufspielen – vor allem solche aus dem Solothurnischen –, für den Samstagabend hingegen haben nur gerade drei ihr Kommen angekündigt. «Weitere Guggen sind deshalb jederzeit herzlich willkommen», so ­Indermühle.

Fest steht schon seit längerer Zeit: Auf die Buchsi Schränzer müssen die Organisatoren erneut verzichten. Die traditionsreiche Gugge hat weiterhin mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen und verlängert deshalb ihre Auszeit. «Aufgegeben haben wir aber noch nicht», betont Mitglied Gaby Schalbetter. Die Schränzer werden in diesem Jahr mit einem eigenen Wagen am Umzug teilnehmen.

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