Zum Hauptinhalt springen

Ein Risikogeschäft mit begrenztem Risiko

Die Huttwiler Herdburger geben ihrem Burgerrat einstimmig grünes Licht, damit dieser für die Afag einen Neubau planen kann.

Der Afag-Sitz in Huttwil: Steht er schon bald im Industriegebiet Kammernmoos?
Der Afag-Sitz in Huttwil: Steht er schon bald im Industriegebiet Kammernmoos?
Thomas Peter

Die Afag, mit gut 80 Angestellten einer der grössten Arbeitgeber von Huttwil, sucht einen neuen Standort. Das Industriegebiet Kammernmoos der Herdgemeinde ist eine naheliegende Variante. Zudem prüfe die Firma auch einen Standort im Kanton Luzern, orientierte Präsident Rolf Flückiger die Herdburger Gemeindeversammlung.

Hingegen habe sich die Firma entschieden, trotz Frankenstärke in der Schweiz zu bleiben, und zwar in einem Umkreis von 15 Kilometern um Huttwil.

Brauchen würde die Afag zwischen 6800 und 8000 Quadratmeter. Diese Fläche könnte die Herdgemeinde der Afag zur Verfügung stellen, hielt Rolf Flückiger fest, und zwar unabhängig vom Projekt Mammutland. Nun möchte die Afag allerdings nicht mehr selbst bauen, sondern mieten.

Der Herdgemeinderat erwägt deshalb, nicht nur Land abzugeben, sondern als Investor aufzutreten. Die Pläne der Afag kommen für die Herdgemeinde zu einem günstigen Zeitpunkt, zeichnet sich doch ab, dass der Seniorenpark die Alterswohnungen früher als geplant bereits Mitte 2020 zurückkaufen kann.

Dort hatte sich die Herdgemeinde zusammen mit der Burgergemeinde engagiert. Auf dem heutigen Finanzmarkt werde es nicht einfach sein, die zurückfliessenden rund 3,3 Millionen Franken ohne Negativzinsen anzulegen, gab der Präsident zu bedenken.

Zudem erinnerte er daran, dass die Herdgemeinde sich seit zehn Jahren darum bemühe, das Gebiet Kammernmoos zu überbauen —bisher ohne grossen Erfolg.

Notnagel Gewerbezentrum

Anders als beim Mammutpark wurde die Versammlung nicht bloss informiert. Sie konnte konsultativ abstimmen und gab dem Herdgemeinderat einstimmig grünes Licht, das Projekt weiter voranzutreiben.

Zuvor hatten sich einzelne Votanten hinter den Herdrat gestellt. Das Projekt berge zwar Risiken. Allerdings habe die Versammlung auch schon ­darüber gesprochen, auf Herd­gemeindeland ein Gewerbezentrum zu bauen. Im schlimmsten Fall liesse sich der Neubau auch für ein solches weiternutzen.

An der nächsten Herdgemeindeversammlung am 22. November wird es dann nicht nur um einen konsultativen Beschluss gehen, sondern um einen ­verbindlichen. Vorher will der Verwaltungsrat der Afag am 11. November seinen Standortentscheid fällen.

Das Investitionsvolumen wird sich nach heutigem Stand bei knapp 7,5 Millionen Franken bewegen.

jr

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch