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Ein Kunstrasenfeld für die Rankmatte

Irgendwann wird der Fussballsport wohl ins Hard verlegt werden. Bis es so weit ist, wird es aber noch mindestens zehn Jahre dauern. Deshalb will der Gemeinderat jetzt im bestehenden Stadion Hand bieten.

Der Naturrasen soll einem künstlichen Spielfeld weichen.
Der Naturrasen soll einem künstlichen Spielfeld weichen.
Thomas Peter

Mit der Überweisung einer Motion von Roland Loser (SP), Pascal Dietrich (FDP) und Urs Zurlinden (FDP) hat der Stadtrat den Gemeinderat im März mit der Bearbeitung einer Vorlage für ein Kunstrasenfeld beauftragt.

Wo ein solches zu stehen kommen soll, liessen die Motionäre offen. Wie Stadtpräsident Reto Müller (SP) am Mittwochabend nun anlässlich eines Referats beim Verein Arena Oberaargau erläuterte, hat sich der Gemeinderat für den bestehenden Fussballplatz Rankmatte entschieden.

Den Anstoss zu dieser Lösung habe der FC dem Gemeinderat bereits im Dezember gegeben, so Müller gestern. Schon damals habe der Rat dem Vorhaben im Grundsatz zugestimmt. Die mittlerweile neu zusammengesetzte Exekutive sei nun ebenfalls zum Schluss gekommen, dass ein Kunstrasenfeld auf der Rankmatte möglich wäre.

Nun will der Rat noch vor seinen Sommerferien bis Mitte Juli einen Vorschlag ausarbeiten, wie ein solches Feld finanziert werden könnte und an welche Bedingungen das Projekt seitens der Stadt geknüpft wäre. Denn so viel ist klar: «Das Kunstrasenfeld gibt es nicht gratis», hält Müller fest.

Von Nutzen auch für Dritte

Für ihre Beteiligung am auf rund 1,5 Millionen Franken veranschlagten Projekt erwartet die Stadt vom FC einen Gegenwert. Wie genau dieser aussehen soll, ist Bestandteil der nun laufenden Abklärungen.

Finanziell sind die Möglichkeiten definitiv beschränkt. Eigene Reserven habe der Verein keine, sagt Vorstandsmitglied Thomas Biedermann. Der Verein werde sicher beim Lotteriefonds um einen Beitrag ersuchen und allenfalls Sponsoren zu gewinnen versuchen. Dem FC sei aber klar, dass ebenso ­andere Langenthaler Vereine den Kunstrasen nutzen würden. Das sei dem Gemeinderat wichtig, betont auch der Stadtpräsident.

Sobald der Vorschlag des Gemeinderats vorliegt, will er mit dem FC die Verhandlungen aufnehmen. Er gehe davon aus, dass das Projekt danach auch dem Stadtrat vorgelegt werde, sagt Müller. Heisst: Der Anteil der Stadt dürfte die gemeinderätliche Finanzkompetenz von 1 Millionen Franken überschreiten.

«Definitiv die beste Lösung»

Für Biedermann wäre das Kunstrasenfeld auf der Rankmatte «definitiv die beste Lösung, die wir jetzt realisieren können». Was der Fussball in Langenthal am dringendsten brauche, sei ein Allwettertrainingsfeld mit Dimensionen, die auch Meisterschaftsspiele zulassen würden. «Das ist gegenwärtig nirgendwo sonst realisierbar als auf der Rank­matte.»

Langfristig, da sind sich Biedermann und Müller einig, liege die Zukunft des Langenthaler Fussballs aber im Gebiet Hard – zumal der Bedarf von mehreren Feldern ausgewiesen ist und auf der Rankmatte nur eines Platz hat.

Ursprünglich hätten zwei neue Kunstrasenfelder im Zug der bevorstehenden Sanierung der Dreifachsporthalle Hard an der Weststrasse realisiert werden sollen. Das Projekt wurde aber verworfen. Wegen der hohen Kosten einerseits. Aber auch, weil zwei Spielfelder ohne jegliche Zusatzinfrastruktur für die Fussballer keine gute Lösung dargestellt hätten, bestätigt Thomas Biedermann.

In den Fokus sei damit das Areal rund ums Hardstadion gerückt, erklärt Müller. Ein konkretes Projekt müsse aber erst noch erarbeitet werden und könne demnach wohl frühestens in zehn Jahren umgesetzt werden.

Auch deshalb sei es nach Auffassung des Gemeinderats wichtig und richtig, ein Kunstrasenfeld nun zuerst einmal im bestehenden Fussballstadion zu bauen.

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