Ein Ja (fast) ohne Wenn und Aber

Langenthal

Auch der Langenthaler Stadtrat spricht sich für eine Erhöhung der Beiträge für die regionale Jugendarbeit aus.

Mit der Erhöhung der Pro-Kind-Beiträge von 30 auf 40 Franken sollen rund zwei Drittel der ab 2019 wegfallenden Beiträge an die Praktikaplätze der Jugendarbeit kompensiert werden, für die bis anhin der Kanton aufgekommen war (im Bild der Spielwagen, ein Angebot der regionalen Jugendarbeit).

Mit der Erhöhung der Pro-Kind-Beiträge von 30 auf 40 Franken sollen rund zwei Drittel der ab 2019 wegfallenden Beiträge an die Praktikaplätze der Jugendarbeit kompensiert werden, für die bis anhin der Kanton aufgekommen war (im Bild der Spielwagen, ein Angebot der regionalen Jugendarbeit).

(Bild: Marcel Bieri)

Kathrin Holzer

Die gemeinderätliche Zusicherung hat bereits vorgelegen, allerdings noch mit Vorbehalt. Denn letztlich ist es in der Kompetenz des Stadtrats, dem Trägerverein offene Kinder- und Jugendarbeit Oberaargau (Tokjo) eine einmalige Beitragserhöhung von knapp 28000 Franken zuzusprechen.

Dass die Exekutive schon vorgegriffen hatte, wäre unter normalen Gegebenheiten wohl nicht gut angekommen beim Stadtparlament. Am Montag aber gab es dafür explizites Lob: Weil ein Zuwarten bis zum Stadtratsentscheid es der Jugendarbeit verunmöglicht hätte, die für die Weiterführung des grössten Teils ihrer Leistungen notwendigen Anstellungen von Praktikantinnen und Praktikanten rechtzeitig zu regeln.

«Es war daher richtig, dass der Gemeinderat Mut bewiesen hat», hielt Pascal Dietrich (FDP) als Vizepräsident der Geschäftsprüfungskommission fest. Mit der Erhöhung der Pro-Kind-Beiträge von 30 auf 40 Franken sollen rund zwei Drittel der ab 2019 wegfallenden Beiträge an die Praktikaplätze der Jugendarbeit kompensiert werden, für die bis anhin der Kanton aufgekommen war. Im Stadtparlament war der Antrag grundsätzlich unbestritten.

Problem Schwarzhäusern

Für kurze Diskussionen sorgte vielmehr der mit der Zusatzfinanzierung verbundene Vorbehalt, dass auch die neun Anschlussgemeinden der Beitragserhöhung zustimmen müssen. Von acht Gemeinden liegt diese Zusage vor. In Schwarzhäusern indes hat sich der Gemeinderat bekanntlich gegen eine solche Zusatzfinanzierung ausgesprochen – und halte an diesem Beschluss auch weiterhin fest, wie der Langenthaler Gemeinderat Matthias Wüthrich (GL) am Montag informierte.

Den Vorbehalt ganz rausnehmen oder einen Mindestgesamtbetrag festlegen, von dem die Stadt ihre Zusage abhängig macht, waren deshalb die Lösungen, die in der parlamentarischen Diskussion zur Sprache kamen. Bei einer gänzlichen Streichung würden sich womöglich auch weitere Gemeinden noch zurückziehen, führte die SP/GL-Fraktion ins Feld und schlug vor, dass mindestens 60000 der ursprünglich beantragten 66000 Franken vorliegen müssen. Ob man damit, sollten tatsächlich noch Gemeinden abspringen, nicht das gesamte Projekt gefährde, gab Janosch Fankhauser (SVP) zu Bedenken. Die 39 Anwesenden stimmten dem Vorschlag von SP/GL bei 3 Enthaltungen trotzdem ohne Gegenstimme zu.

Wie man die Situation mit Schwarzhäusern lösen werde, sagte Matthias Wüthrich, sei noch offen. Mitreden werde diesbezüglich sicher die Gemeinde Aarwangen, von deren Tokjo-Angebot auch die Kinder und Jugendlichen aus dem Nachbardorf profitierten.

Berner Zeitung

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