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Doch noch einen Weg gefunden

Im dritten Anlauf den Derbysieg realisiert: Der SC Langenthal bezwingt den EHC Olten in Überzahl in der Verlängerung dank einem Tor von Stefan Tschannen.

Langenthals Jeffrey Flueglister (Mitte) versucht Oltens Goalie Reto Kobach zu bezwingen.
Langenthals Jeffrey Flueglister (Mitte) versucht Oltens Goalie Reto Kobach zu bezwingen.
Marcel Bieri

Drei Minuten vor Schluss stand Jeffrey Füglister plötzlich völlig alleine vor Matthias Mischler. Olten stand in der Defensive ungünstig, konzentrierte sich zu fest auf den Puck der überraschenderweise den Weg in die Mitte fand. Füglister täuschte an, machte eine Bewegung – und verlor den Puck. Das Derby war damit weiterhin unentschieden, der Sieger musste in der finalen Verlängerung gefunden werden.

Zuvor hatten die Oberaargauer die Partie sehr lange im Griff und hätten diese in entscheidende Bahnen lenken können. Im ersten wie auch teilweise im zweiten Abschnitt waren sie überlegen, hatten mehr Zeit in der Offensive und standen auch defensiv besser. Insbesondere im ersten Drittel waren die Situationen selten, in denen sich die Gastgeber aus der Umklammerung der Oberaargauer befreien konnten.

Diesen fehlte lange Zeit eigentlich nur das Tor, das sie verdientermassen in Führung bringen würde. «Ich hatte auch das Gefühl, dass wir Oberwasser hatten. Mit ein bisschen mehr Wettkämpfglück wäre uns vielleicht mehr gelungen», sagte nach der Partie auch Nico Dünner. Claudio Cadonau gelang dann aber doch noch vor der Pause das Führungstor, schoss er doch mit einem wuchtigen Schuss von der blauen Linie aus in Überzahl das 1:0.

Olten liess nur wenig zu

Olten zeichnete sich derweil vor allem durch zwei Dinge aus: Sie schirmten ihren Torhüter in der Abwehr gut ab und liessen so nur wenige Schüsse zu ihm durchdringen. Was dann kam, hatte Mischler jeweils abgewehrt. Der EHCO-Keeper machte eine gute Partie, liess er doch mehrmals die Langenthaler verzweifeln.

Verzweifeln mussten die Oberaargauer dann auch im zweiten Abschnitt, denn dieser ging trotz Überlegenheit in den letzten zehn Minuten an die Oltener. Diese hatten bei angezeigter Strafe eine Chance im Slot vor dem Tor. Topscorer Justin Feser tunnelte dabei den Rückkehrer Marco Mathis, sodass die Teams mit einem ausgeglichenen Spielstand in den Schlussabschnitt gingen. «Wir waren näher am 2:0 und kassierten das 1:1. Das stört schon ein bisschen», sagte Dünner.

Der letzte Abschnitt war hochspannend, auch weil den Langenthalern zwei Fehler unterliefen und der EHCO zumindest einen ausnutzen konnte. Mathis spielte einen Fehlpass, kam dann beim Abschluss von Stefan Mäder und dem Ablenker von Ueli Huber zu spät, sodass der Gast vorlegen konnte. Langenthal aber konnte dennoch weiter drücken – auch dank einer Strafe gegen den EHC Olten. Diese nutzten die Oberaargauer prompt. Dario Kummer öffnete das Feld mit einem Querpass, woraufhin Hans Pienitz schoss und Nico Dünner die Scheibe zum Ausgleich ablenkte.

«Ein starkes Olten»

In einer turbulenten Schlussphase war Langenthal dann abermals näher am Tor, dass sie dann auch noch in Überzahl antreten konnten, nährte die Hoffnung doch noch auf einen Drei-Punkte-Sieg. Die 30 Sekunden reichten schliesslich aber nicht, ganz im Gegenteil zu den anderthalb folgenden Minuten in der Verlängerung. «Das Vier-gegen-drei hat es uns ein bisschen einfacher gemacht», erklärte Tschannen später. Er war es schliesslich, der eine hochstehende Kombination abschloss, welche die Gäste auseinanderriss und schachmatt setzte. «Auch wenn wir drei Punkte hätten gewinnen können», sagte Dünner, «sehe ich das Positive: Wir haben einen Weg gefunden, ein starkes Olten zu besiegen.»

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