Zum Hauptinhalt springen

Dieses Vorgehen hinterlässt Fragezeichen

Der Kommentar von Redaktor Sebastian Weber zum Streit um einen Zaun in Herzogenbuchsee.

Es dürfte allen Beteiligten daran gelegen sein, aus einer Mücke keinen Elefanten zu machen. Markus Pes­cador hat es versäumt, rechtzeitig ein Baugesuch für seinen neuen Gartenzaun einzureichen. Korrekterweise wurde er nun aufgefordert, dies nachzuholen. Kommt hinzu, dass es aus Sicht der kantonalen Denkmalpflege offenbar gute Gründe gibt, dem Ersatz des Zauns nicht zuzustimmen.

Das Vorgehen der Baukommission Herzogenbuchsee wirft dennoch Fragen auf. Weshalb hat sie ihren Ermessensspielraum, den sie offenbar hat, unterschiedlich ausgelegt? Beim Neubauprojekt an der Thörigenstrasse zugunsten der Bauherrschaft, im Fall Jägerweg aber nicht. Denn Tatsache ist: Für beide Bauvorhaben liegt ein negativer Fachbericht vor. Und so drängt sich die Frage auf, ob hier nicht eine Ungleichbehandlung vorliegt.

Markus Pescadors Misstrauen ist daher berechtigt. Der Bauherr ist der Meinung, dass mit zwei Ellen gemessen wird. Die Baukommission wiederum bestreitet dies. Mit ihrer sehr knappen Stellungnahme trägt sie allerdings wenig dazu bei, Licht ins Dunkel zu bringen. Und so bleiben viele Fragen ­unbeantwortet.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch