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Diese «Tätschmeisterin» sorgt für frischen Wind

Die Zeit ohne Restaurant auf dem Ahorn geht am Valentinstag zu Ende. Für die neue Wirtin Natascha Schaad ist die Eröffnung eine Rückkehr in den Oberaargau, wo sie aufwuchs.

Die neue Pächterin will niemanden hungrig oder durstig ins Tal lassen.
Die neue Pächterin will niemanden hungrig oder durstig ins Tal lassen.
Thomas Peter

Auf der Website des Restaurants Ahorn stellt sich Natascha Schaad als «Tätschmeisterin» vor. Dass es auf dem Aussichtsberg oberhalb von Eriswil eine solche braucht, konnte sie kürzlich feststellen, als sie an einem Sonntag hochfuhr. «Das Wetter war nichts besonderes, trotzdem wimmelte es von Ausflüglern.» Wer nicht selbst etwas dabeihatte oder den kurzen Weg auf die Brestenegg unter die Füsse nehmen wollte, musste jedoch hungrig und durstig wieder ins Tal.

Dem will Natascha Schaad künftig abhelfen. Am Mittwoch, 14. Februar, wird sie die Türen des Bergrestaurants wieder öffnen. Sie blieben zu, seit das bisherige Pächterpaar, Albert Mathis und Maria Coti, vergangenen Oktober das Ahorn verliess. Für die Nachfolgerin ist die jetzige Pacht gleichzeitig ein Neuanfang und eine Rückkehr.

Putzen und Besteck polieren

Es ist der erste Betrieb, den Schaad selbst führt. Sie stammt aus dem Oberaargau, genauer aus Bollodingen, wo sie erste Wirtshausluft schnupperte. Ihre Mutter habe in der Dorfwirtschaft serviert und sie manchmal dorthin mitgenommen. «Ich konnte mich mit Putzen und Besteckpolieren nützlich machen.»

Ihr Lebensweg führe sie auch in die Gastronomie, allerdings vorerst in eine andere Liga. Nach Lehr- und Wanderjahren absolvierte sie die Hotelfachschule in Thun und arbeitete als Direktionsassistentin und Restaurationsleiterin in Viersternhäusern in Adelboden und Zuoz.

Eigentlich auf Luzerner Boden

«Für mich stand jedoch immer fest, dass ich etwas Einfacheres, Ländlicheres suchen würde, wenn ich mich einmal selbstständig mache», sagt sie, und man glaubt es ihr sofort, wenn sie in der Gaststube im Bauernhemd vor den Bildern über das frühere Älplerleben auf dem Ahorn sitzt.

Ausser dass sie mit ihren 32 Jahren frischen Wind aufs Ahorn bringt, will sie dort eigentlich vorerst gar nicht viel ändern. Einzig bewusst auf regionale Produkte setzen will sie, den Käse zum Beispiel von der Napf-Chäsi im nahen Luthern beziehen oder das Bier von der Napfbrauerei in Walterswil. Auf Gemeindegebiet von Luthern liegt das Ahorn eigentlich, auch wenn es als Hausberg von Eriswil gilt.

Natascha Schaad selbst ist vom Engadin zu ihrem Lebenspartner nach Schötz gezogen. Dessen Eltern werden im April in die Wirte­wohnung auf dem Ahorn ziehen und die «Tätschmeisterin» unterstützen, die selbst vor allem im Service stehen will. Ein Koch und eine Küchenhilfe sowie Aushilfen aus Eriswil werden das Team komplettieren.

Absprache mit Nachbarn

Was sie auf die Teller zaubert und an die Tische bringt, werde etwas weniger umfangreich sein als bisher, aber für alle etwas enthalten, verspricht Natascha Schaad.

Geöffnet sein wird das Bergrestaurant auf dem Ahorn von Mittwoch bis Sonntag. Die Wirte­sonntage sind mit der benachbarten Brestenegg abgesprochen, wo die Türen am Mittwoch und Donnerstag geschlossen bleiben. Künftig sollte niemand mehr hungrig und durstig vom Eriswiler Hausberg ins Tal zurückkehren müssen, wenn er nicht selbst etwas dabeihat.

EröffnungMittwoch, 14. Februar ab 10 Uhr. Aatrinkete Mittwoch, 21. Februar, ab 17 Uhr.

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