Die Kunst ist zurück im neuen Haus

Huttwil

Bereits seit Anfang Jahr führen die Liegenschaftsbesitzer die Boutique am ­Brunnenplatz 6 in Huttwil selbst. Inzwischen haben sie ihren eigenen Stil gefunden: Zeit für einen Neustart.

Selbst aktiv geworden: Mariann Bracher und Hans-Ruedi Mathys betreiben die Boutique in ihrem Haus seit einem halben Jahr selbst.

Selbst aktiv geworden: Mariann Bracher und Hans-Ruedi Mathys betreiben die Boutique in ihrem Haus seit einem halben Jahr selbst.

(Bild: Marcel Bieri)

Beim Aufräumen im Laden seien ihr immer wieder Sachen in die Hände gekommen, die nicht mehr in ihr neues Konzept passten, sagt Mariann Bracher. Seit der Kündigung der Mieterin führen sie und Hans-Ruedi Mathys diesen selbst.

Die Purifizierung, wie sie das Aufräumen nennen, hat sich im Namen der Boutique niedergeschlagen: Pura. Zudem ist die Neugestaltung, für die sie sich ursprünglich ein Jahr gaben, früher abgeschlossen als vorgesehen. Am Freitag und Samstag laden sie zum persönlichen Neustart ein.

Keine mühsame Suche mehr

Bevor vor fünf Jahren die Gourmet-Boutique eröffnete, erlebten Mariann Bracher und Hans-Ruedi Mathys bereits, was es heisst, für ein Ladenlokal im Huttwiler Städtchen einen neuen Mieter zu finden: «Ein Jahr lang suchten wir sehr intensiv, bis wir jemanden fanden, der passte.»

Deshalb stiegen die Besitzer nun diesmal selbst ein, als die Mieterin kündigte. Er gab die Geschäftsführung in seinem Ingenieurbüro ab und arbeitet dort nur noch in einem 80-Prozent-Pensum mit. Sie gab ihre Stelle als Beraterin in der beruflichen Integration auf.

Unterstützt werden sie von den übernommenen Mitarbeiterinnen Gerlinde Bill, Irene Arnold, Nadine Esposito und Christine Schöpfer, die sich ein 160-Prozent-Pensum teilen. «Sie trugen unsere neuen Ideen sehr flexibel und engagiert mit», blicken die beiden Liegenschaftsbesitzer und neuen Geschäftsinhaber auf die gemeinsame Zeit seit Anfang Jahr zurück.

Diese Arbeitsplätze zu sichern, war ihnen denn auch ein wichtiges Anliegen neben der Erhaltung des lebendigen Treffpunktes im Städtchen. Dafür brauche es sehr viel Herzblut, betonen Mariann Bracher und Hans-Ruedi Mathys.

Mit Herzblut waren sie bereits bei der Sache, als sie 1993 den westlichen Abschluss der Häuserzeile am Brunnenplatz 6 durch einen Neubau ersetzen konnten. Das geschah mit einem vorgängigen Kunstprojekt im Altbau.

Nun kehrt die Kunst ins Haus zurück. Weil Mariann Bracher anfänglich keine passende Ware für die Schaufenster fand, fragte sie den Künstler Christoph Cartier an. Jetzt bevölkern seine Holzskulpturen den Laden.

Inzwischen wären sie nicht mehr nötig, denn Mariann Bracher und Hans-Ruedi Mathys haben nun im Sortiment ihre Linie gefunden. Trotzdem wollen sie mit Kunst weiterfahren. Neben Cartier stellt gegenwärtig auch die Madiswiler Malerin Heidi Jost bei ihnen aus.

Neustart: Freitag, 23. Juni, 9­–12 und 13.30–17.30 Uhr, Samstag, 24. Juni, 9–18 Uhr.

jr

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